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Es ist eine Katastrophe, doch augenscheinlich ist es wahr: seit 2016 müssen wir regelmäßig über diese Umschläge mit CDs berichten.

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Und es hat sich seitdem rein gar nichts verändert: es handelt sich bei diesem Bild und der Geschichte mit den chemischen Substanzen, welche die „Attemwege [sic]” lähmen, um eine typische urbane Legende. Die Geschichte ist schlichtweg Blödsinn, eine Erfindung. Und seit Anfang September wird dieser Fake bereits unwahrscheinlich häufig geteilt, so dass wir weit überdurchschnittlich viele Anfragen dazu bekommen.

Dieser unsinnige Fake geht teils nur als Bild, mittlerweile häufiger aber auch als Screenshot mit Bild und Text umher. Tatort der Teilungen sind Facebook und WhatsApp, speziell auf WhatsApp wird die ganze Nummer zu einer stillen Post, die kaum zu halten ist.

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Liebe Freunde, daher nochmal der gutgemeinte Ratschlag: hört auf, diesen Fake zu teilen!

Uns ist klar, dass die Verteiler es ja nur gut meinen und den Satz „Lieber ein Mal mehr als zu wenig gewarnt” als Rechtfertigung nutzen. Doch das ist ein äußerst unsinniges Argument, denn mit jeder Verteilung schürt man die Ängste vor einem schlichtweg nicht existenten Problem. Man erschafft mit der Teilung leider ein echtes Problem, denn man läuft am Ende gar Gefahr, dass es einen Nachahmereffekt geben könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Menschen auf einen Hype aufschwingen und aus einer urbanen Legende eine reale Bedrohung erschaffen.

Diese durch eine erfundene Nachricht hervorgerufene Angst führte übrigens in der Vergangenheit bereits dazu, dass Menschen sich durch diesen Fake beeinflussen ließen. Eine Frau aus Dortmund beispielsweise hat im Dezember 2016 aus Angst vor diesem Kettenbrief einen für sie mysteriösen Umschlag zur Polizei gebracht. Am Ende stellte sich heraus, dass in dem Umschlag harmlose Kosmetika waren.

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Und heute?

Diese Falschmeldung aus dem Jahre 2016 ist seit mehreren Wochen wieder häufig anzutreffen. An der Sachlage hat sich natürlich nichts geändert, es handelt sich weiterhin um eine Falschmeldung.

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