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Laufend bekommen wir immer wieder Anfragen zu den Statusbeiträgen die über die Webseite “Polizeinews.org” die auf Facebook geteilt werden. Nutzer fragen bei uns an, warum gewissen Statusbeiträge / Berichte udgl. immer wieder auf Facebook geteilt werden, obwohl aus diversen Medien bereits bekannt ist, dass viele Fälle bereits abgeschlossen sind.

Februar 2014

Bereits im Februar 2014, haben wir über diese Seite schon einmal berichtet. Damals ging es um die Meldung: “Polizei sucht Sexualtäter mit Phantomzeichnung

Der Statusbeitrag dazu, hat so ausgesehen:

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Man erkennt als Vorschaubild ein Polizeiauto sowie den Verweis auf die Seite “Polizeinews.org” sowie die Headline: “Polizei sucht Sexualtäter mit Phantomzeichnung”

Die Kombination aus dem Vorschaubild, der Headline und der Domäne (polizeinews…) lässt im ersten Moment darauf schließen, dass diese Information etwas mit der Polizei zu tun hat und ob diese auch von der Polizei erstellt und geteilt worden sind.

Doch dem ist nicht so!

Diese Seite und Statusbeiträge STAMMEN NICHT von der Polizei!

Auf der genannten Webseite werden Pressberichte, die auch von der Polizei kommen, veröffentlicht. Entweder werden diese “händisch” eingegeben oder diese Meldungen werden automatisiert von diversen Presseportalen geholt. Diese Beiträge / Artikel werden weder korrigiert noch aktualisiert.

Des weiteren kommt hier noch dazu, dass Diskussionen (Kommentare), die man in jedem Artikel abgegeben kann, nicht moderiert werden.

Das alles ist eine Grundlage dafür, dass euer Teilen, Liken und Kommentieren mehr schaden als nutzen kann (veraltete Suchmeldungen, die die Aufmerksamkeit von aktuellen Fällen lenken; Hetzjagden; Verwechslungsgefahr mit offiziellen Stellen).

Leider fehlt bei den Artikeln auch immer die Quellenangabe und / oder der Verweis, zum eigentlichen Pressebericht der Polizei. Dies wäre aber wünschenswert, denn so könnte man als Internetuser nachvollziehen woher diese Information stammte.

Fazit:

Die Webseite sowie die dazugehörigen Facebook-Seiten (es gibt für jede Stadt eine eigenen Facebook-Seite) sind für den User transparent gestaltet. Sie beinhalten neben den Datenschutzerklärungen auch einen Haftungsausschluss sowie ein Impressum. Laut Angabe der Betreibers, werden auch nur offizielle Pressberichte veröffentlicht.

Die Idee hinter der Seite mag gut sein, aber leider wurde diese nicht zu Ende gedacht. Bereits veröffentlichte Artikel / Beiträge / Presseberichte, werden weder korrigiert noch aktualisiert. Durch dieses Versäumnis kann es dazu kommen, dass Internetuser älter Berichte, die womöglich bereits abgeschlossen sind, wiederum auf Facebook, Google oder Twitter teilen. Dieses erneute Teilen führt dann zu den bereits typischen Kettenbriefen im Internet und dies geistern dann noch Jahre herum.

1) Der Eindruck wird erweckt, es handele sich um offizielle Beiträge, die die Polizei so erstellt hat.
2) Auch ältere Beiträge können geteilt werden – sie werden nicht aktualisiert, korrigiert, oder zurückgezogen.
3) In den Kommentaren, die nicht moderiert zu sein scheinen, finden sich zuweilen Hetzjagden (unter anderem so was hier unmoderiert ist echt blöd: http://polizeinews.org/duisburg/pol-du-meiderich-brutaler-ueberfall-auf-12-jaehriges-maedchen/ )

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