Im Moment versetzt eine Behauptung die Facebook Community in Aufruhr. Zu sehen ein Bild mit getöteten Katzen die sich in einer Abfalltüte befinden.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Veröffentlicht wurde das Image am 27.12.2014 und es wird behauptet, dass diese Abfalltüte am 21.12 aufgenommen wurde. Angeblich habe die Firma Procter an Gamble, die u.a. “Head & Shoulders” herstellt diese Hasen für Tierversuche missbraucht.

Um diesen Statusbeitrag geht es:

image

Der Statusbeitrag im Wortlaut:

„Abfalltüte“ der Firma Procter and Gamble (auch für Haed & Shoulders) vom 21.12., den Tieren werden die Augen insgesamt 3 Wochen lang verätzt, einem anderen Teil der Tiere werden die Stoffe oral eingeflösst um zu überprüfen, wie ätzend die „neuen Produkte“ auf Organe, Röhren usw. wirken! Danach werden die zu Tode gequälten Tiere „entsorgt“!!! Tierversuche; ich hasse sie und wie!!!

Unsere Recherche ergab:

Das Bild wurde vor 6 Jahren, im Jahre 2008, aufgenommen. Es wird auf sehr vielen Webseiten veröffentlicht die sich mit dem Thema KOSMETIK + TIERVERSUCHE befassen. Die meisten Seiten stammten hier aus China und Japan.

image

image

Aber auch Englischsprachige Seiten berichteten 2008 darüber.

Im Jahre 2008 ging es aber nicht um PROCTER AND GAMBLE sondern um L’Oréal und THE BODY SHOP

image

Verweis:  http://neph7hys.livejournal.com/6562.html

Auch 2011 wurde L’Oréal hier genannt

image

Verweis: http://www.roxeterawr.com/2011_08_01_archive.html 

Hinweis: An dieser Stelle können wir nicht auf das Thema Tierversuche eingehen. Wir wissen das dieses Thema eine große Emotion hervorruft aber unsere Aufgabe bestand darin aufzuklären, was es mit dem Ursprungstatusbeitrages vom 27.12.2014 auf sich hatte.

Fazit:

Das Bild stammte nicht vom 21.12.2014 sondern wurde bereits im Jahre 2008 im Internet veröffentlicht! Von wo das Foto stammte und wer dieses aufgenommen hatte konnten wir nicht recherchieren, denn es wurde auf Hunderten Seiten, zumeist in China und Japan veröffentlicht.

Wir haben Procter and Gamble über den Statusbeitrag bereits informiert und warten auf eine Stellungnahme. Sobald wir diese erhalten, werden wir diesen Bericht ggf. ergänzen!

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady