-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

ZDDK Teammitglied Markus S. vor Ort am Weihnachtsmarkt in Bochum!

Sicherlich werden sich noch einige ZDDKler und Fans an einen unserer Berichte vom 09.12.2013 erinnern. Angeblich würden auf dem Weihnachtsmarkt in Bochum mit Drogen versetzte Parfumproben angeboten.

Um diesen Statusbeitrag ging es damals:

image

Verweis zum Bericht: http://www.mimikama.at/allgemein/die-droge-im-parfum/

Betroffener Standbetreiber meldet sich bei ZDDK!

Kurz nach der Veröffentlichung unseres Berichtes erreichte uns eine Email von einem der nun von dieser Falschmeldung betroffenen Standbetreiber. Herr El-Omar von Jana-Luxe Parfum bat ZDDK auf diesem Wege um Hilfe beim ausfindig machen des Ursprünglichen Fake-Verfassers. Unserer Linie in Sachen Datenschutz treu bleibend konnten wir ihm hier allerdings erst einmal nicht weiterhelfen.

Wie der Zufall aber nun manchmal so spielt hatte Markus vom ZDDK-Team am vergangenen Samstag die Gelegenheit Herrn El-Omar an seinem Stand zu besuchen und sich mit einem von dieser Falschmeldung Betroffenen zu unterhalten.

Hier nun die wichtigsten Punkte dieses Gespräches kurz zusammengefasst:

Herr El-Omar ist einer von zwei Parfumstandbetreibern auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt und wunderte sich in der letzten Woche immer wieder über die deutliche Zurückhaltung der ansonsten recht offenen Bochumer Weihnachtsmarktbesucher. Es kämen allgemein weniger Interessenten an den Stand und überdurchschnittlich viele Besucher lehnten derzeit eine Duftprobe dankend ab.

Herr El-Omar konnte sich anfangs keinen Reim darauf machen, bis ihm einige Besucher von einem Warn-Post auf Facebook erzählten und ihm anschließend den per WhatsApp verteilten Screenshot dieses Posts zeigten.

Damit war natürlich schnell klar woher die merkwürdige Zurückhaltung stammte.

Nachdem sich in Gesprächen mit dem Kollegen des zweiten Parfumstandes herausstellte dass dieser unter den selben Phänomenen litt, reifte der Entschluss gemeinsam, auf juristischem Wege, gegen den Verfasser bzw. die Verteiler der Falschmeldung vorzugehen. Daher hatte sich Herr El-Omar, der bei der Google-Suche nach der Falschmeldung über unseren Artikel stolperte, an das Büro von mimikama gewandt.

Die Frage, ob Herr El-Omar eine Erklärung für die in der FB-Warnung ausgesprochenen Vorwürfe hätte, konnte er nur verneinen. Vielleicht wollte jemand die Geschäfte der Standbetreiber schädigen, vielleicht ist auch wirklich zwei Jugendlichen irgendetwas schlimmes passiert und es wurden die falschen Schlüsse gezogen. Jedenfalls sei, wie man eigentlich erwarten sollte, niemand zu seinem Stand gekommen um sich zu beschweren.

Offizielle Ermittlungen fänden wohl auch keine statt und Polizisten, die seinen Stand vor kurzem aufsuchten, hätten auch eher mit einem Augenzwinkern und nicht ganz ernst gemeint um einige Proben für eine Analyse gebeten.

Herr El-Omar würde sich jedenfalls wünschen dass mehr Menschen, die direkt von einer solchen falschen Warnung betroffen sind, ihre Rechte wahrnehmen und dagegen vorgehen würden.

Schließlich würde es sich in vielen Fällen um üble Nachrede (strafbar nach StGB §186) handeln und könnte Existenzen vernichten. Und auch die Menschen, die solche Warnungen ohne nachzudenken und zu hinterfragen mit einem einfachen Klick weiterteilen, sollten seiner Meinung nach zur Rechenschafft gezogen werden. So würden vielleicht einige ihr Verhalten überdenken.

Wir, speziell Markus S., bedanken uns bei Herrn El-Omar für das nette und interessante Gespräch und die Erlaubnis dieses hier wiedergeben zu dürfen.

-Mimikama unterstützen-