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Wir erhielten Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook vom 20. Februar 2018

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Zu sehen ist ein verletzter Schwan, eine Frau beugt sich über ihn und hält ein Handy in der Hand.

Um sie herum stehen ein zweiter Schwan und Küken – wahrscheinlich der Nachwuchs des Schwanenpärchens.

Dieses Bild ist leider echt, nur das Datum stimmt nicht:

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Bild im Klartext:

Samstag Mittag ereignete sich in Den Haag (Niederlande) ein schreckliches Ereignis!!

Diese Schwanenmutter wurde von einem Menschen (Unbekannt) schwer verletzt und einfach auf der Strasse neben ihren Jungen liegen gelassen!!!! Sie verstarb 20min danach. Es werden immer noch nach Augenzeugen gesucht.

UPDATE: „Die Jungen schwimmen jetzt dem Vater hinterher“

Wir hatten bereits im Juni 2017 mit diesem Bild zu tun, jedoch in einem anderen Kontext.

Leider ist dieser Vorfall ECHT.

Und bereits eineinhalb Jahre her.

Samstag Mittag war nämlich nicht der 17. Februar 2018, sondern der 4. Juni 2016.

Wir hatten 2016 Kontakt zur Presseabteilung der Polizei in Den Haag aufgenommen und Pressesprecher Ferry van der Meer hat uns folgendes Statement gegeben:

„ Am Samstag, den 4. Juni ist eine Schwanenfamilie auf einem Parkplatz am Madesteinweg in Den Haag von einem unbekannten Auto angefahren worden. Der weibliche Schwan ist leider 20 Minuten später an ihren Verletzungen verstorben. Es ist derzeit nichts über den Unfallverursacher bekannt. Die Polizei ist noch immer auf der Suche nach Zeugen.“

Der tragische Vorfall wurde in den niederländischen Medien ebenfalls publiziert, wie zum Beispiel auf der Webseite westlanders.nu.

Ergebnis:

Leider starb der Schwan wirklich. Jedoch wurde dieser Fall bereits 2016!!! der Polizei gemeldet.

Manchmal werden alte Beiträge aus dem Jahre Schnee durch die Facebook Funktion “Heute vor X Jahren” wieder zum Leben erweckt. Manche Nutzer übersehen dabei vielleicht das eigentliche Datum und laden dann einen alten Beitrag erneut hoch oder teilen ihn.

Andere Nutzer nehmen dann diesen erneut in Umlauf gebrachten Statusbeitrag als aktuelles Ereignis wahr und daraus erwächst natürlich das Potential, dass etwaige Hexenjagden wieder aufgenommen werden.

Sprich: Persönliche Fahndungsaufrufe, hetzerische Kommentare etc.

Wir sind natürlich genauso erschüttert und jeder hat das Recht, über solch eine Gewalttat Trauer oder Wut empfinden zu dürfen, doch leider muss auch gesagt werden, dass man sich mit manchen Kommentaren in einer gefährlichen Grauzaune der digitalen Welt befindet.

Fahndungen sind und bleiben Aufgabe der Polizei.

Mehr dazu an anderer Stelle.

Die drei kleinen Schwanenküken wurden übrigens nach dem Verlust der Mutter vom Vater aufgezogen. Wir hoffen und wünschen der Familie trotz des tragischen Ereignises ein langes und glückliches Leben!

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