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Am Sonntag, den 11. Januar 2015, versammelten sich über eine Millionen Menschen in Paris zu einer Kundgebung, um Solidarität mit den Opfern des „Charlie Hebdo“-Anschlages zu zeigen und um für Presse- und Meinungsfreiheit einzustehen.

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Gleichzeitig versammelten sich auch die Staats- und Regierungschefs aus über 40 Ländern aus demselben Grunde. Doch die Bilder dieser Versammlung stieß vielen Leuten sauer auf… denn offensichtlich, so glauben viele, solle der Zuschauer am Fernseher in die Irre geführt werden.

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(Foto: AP)

Die Berichterstattung vieler Sender erweckte den Eindruck, dass die Politchefs an der Spitze des Trauermarsches in Paris liefen. In Anbetracht der Ereignisse der letzten Monate natürlich ein gefundenes Fressen für Pegida-Anhänger, die daraufhin gleich wieder von der „Lügenpresse“ skandieren können.

Doch handelt es sich wirklich um eine gewollte Irreführung?

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Hier sehen wir ein Bild aus dem französischen Fernsehen, welche die Fernsehsender weltweit mit dem Bildmaterial versorgten.

Bei den Kameraschwenks ist dann auch zu erkennen, dass die Straße im Prinzip menschenleer ist, man sieht nur die Politiker und weiter hinten Sicherheitskräfte, die hinterhergehen.

In der französischen Berichterstattung wurde auch nur davon geredet, dass sich jene Politiker „in der Pariser Innenstadt“ versammelt hatten. Unglücklicherweise machten viele Medien daraus die Schlagzeile, dass die Politiker „an der Spitze der Menschenmenge“ gehen würden. Ein sehr unglücklicher Faux-pas!

Die ARD, welche unter anderem in der Tagesschau auch die Bilder aus Paris übertrug, stellt in einem ausführlichen Kommentar in ihrem Blog klar, dass sie keineswegs diesen getrennt verlaufenden Trauermarsch dementieren.

Warum nun die Politiker sich gesondert versammelten, liegt klar auf der Hand!

Wenige Tage nach den Anschlägen versammelt sich dort die Politelite, um Solidarität und Zusammenhalt zu zeigen. Zusammen mit Millionen von Menschen in einer Innenstadt, ein wahrer Alptraum für jedes Sicherheitsunternehmen!

Man stelle sich vor, dass auch nur einer der Teilnehmer vielleicht ein Ei geworfen hätte: Die Presse wäre voll davon gewesen, wie ungenügend doch die Sicherheitsvorkehrungen wären, dass dies genauso eine Kugel hätte sein können.

Die Tatsache, dass dieses Bild nicht an der Spitze des Marsches entstand, sondern gesichert in einer Seitenstraße, macht jene Versammlung nicht weniger bedeutend!

Und doch gibt es einen Fake, der nicht unbeachtet bleiben soll!

Ein kleines Suchspiel. Man vergleiche jene Bilder:

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Das untere Bild stammt aus der ultrakonservativen jüdisch-orthodoxen Zeitung „Hamwaser“, welche Frauen in Führungspositionen nicht unbedingt gut heißen, weswegen diverse Damen der hohen Politik kurzerhand herausretuschiert wurden.

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Pikanterweise verblieb Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas auf dem Foto und steht nun direkt neben dem französischen Präsidenten Francois Hollande und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu.

So zeigt jener Fake zumindest eine Einigkeit in der Trauer, ungeachtet der politischen Zwistigkeiten. Nur Frauen haben dabei nichts zu suchen.

Autor: Ralf, mimikama.at

Quellen: