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Wohin uns die Hysterie führt … Wieder ist es ein Lieferwagen und zudem eine falsche Beobachtung, die aus einer völlig harmlosen Sache eine Räuberpistole macht.

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Und diese Geschichte schwirrt nun durch die sozialen Netzwerke, gerechtfertigt durch “Lieber ein Mal mehr als zu wenig warnen.” Fatal jedoch, und daher sollte man diese Warnung eben NICHT teilen, das Kennzeichen des Fahrzeugs wird genannt.

Es handelt sich dabei um folgende Warnmeldung, welche ursprünglich aus dem westfälischen Ostbevern stammt, jedoch mittlerweile weit verbreitet geteilt wird:

Leider kein Spaß :
Ein Mädchen ist gestern nach der Schule in Ostbevern am Holzwerk (Loburg) von 2 Männern sehr komisch angesprochen worden. Als die Mutter kam, haben sie die Flucht ergriffen. Heute morgen wurde der weiße Kastenwagen in Ostbevern wieder gesichtet. Mittlerweile ist bekannt, dass das Auto samt Fahrer gesucht wird. Die Polizei bittet um sofortigen Anruf bei Sichtung des Fahrzeuges. Nr. lautet: **-***-**

Bitte nicht teilen!

Die Geschichte hat sich aufgeklärt, niemand hatte vor, ein Kind zu entführen. Niemand ist vor irgendwelchen Müttern geflohen. Die Polizei ging den Hinweisen nach dem verdächtigem Fahrzeug nach und konnte entwarnen:

Am Dienstag, 11.7.2017, meldeten mehrere Bürgerinnen und Bürger einen verdächtigen weißen Kastenwagen im Ostbeverner Gemeindegebiet. Aus diesem Fahrzeug heraus seien Kinder angesprochen oder versucht worden, Kinder in das Auto zu zerren.

Die Polizei ist den Hinweisen nachgegangen und hat den tatsächlichen Vorfall ermittelt. Ein Fahrer eines Auslieferungsfahrzeugs für Pakete sprach am Montagnachmittag eine 11-jährige Schülerin an, um diese nach dem Weg zu fragen.

Dieser Sachverhalt wurde dem Vater des Mädchens von dem Auslieferungsfahrer bestätigt, als dieser am Dienstag bei der Familie ein Paket auslieferte.

Es liegen der Polizei keinerlei Hinweise auf ein strafrechtliches Verhalten des Fahrers in diesem Zusammenhang vor.

Siehe: Pressemeldung Polizei