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Der Schein trügt, oder auch Achtung Falschgeld. Beim Zahlungsverkehr immer Vorsicht walten lassen.

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Anlass zu diesem Artikel ist ein kurioses Fundstück der Polizei in Teltow, die Beamten merkten nicht nur, dass mehrere Sicherheitsmerkmale fehlten, da war noch etwas Anderes.

Aber nicht alle falschen Scheine sind so „gut“ zu erkennen, wie der aus Teltow, deshalb sollten wir alle bei Bargeldzahlungen immer achtsam sein, schon aus reinem Eigennutz, denn, wenn wir Falschgeld annehmen, wird es uns ersatzlos weggenommen. Wenn wir es aber selber wieder in Umlauf bringen, also so tun als hätten wir nichts gemerkt, machen wir uns auch gleich noch mit strafbar. Das gilt übrigens für alle Währungen nicht nur für die Euro Banknoten und Münzen. (§§ 146 ff STGB)

Ja Münzen auch, immer wieder werden Münzen fremder Währung als Euromünzenersatz in Automaten benutzt, da sie teilweise in Größe und Gewicht den Euromünzen entsprechen. Jedoch leuchtet es ein, dass der Schaden der durch gefälschte Scheine entsteht um ein Vielfaches höher ist als der durch Münzen, zumal ja Fremdwährung immerhin noch einen Wert hat, aber Betrug bleibt es dennoch.

Geldfälschung hat Tradition

Geldfälscherei gibt es ungefähr genauso lange wie es Geld gibt, seit „Erfindung“ des Geldes, gab es immer wieder Versuche, sich durch Nachahmung des Zahlungsmittels einen Vorteil zu verschaffen. Geschichtlich betrachtet liegt die Bedeutung des Bargeldes nicht nur auf der Wertigkeit im Zahlungsverkehr, vielmehr spiegeln Münzen und Banknoten auch die politische Geschlossenheit, die wirtschaftliche Stärke und die religiöse oder kulturelle Orientierung eines Staatengebildes wider. Das erklärt aber auch, warum die Bekämpfung der Falschgeldkriminalität nicht nur dem Schutz des Geldes vor Fälschungen, sondern in großem Umfang auch dem Schutz des Vertrauens in die Sicherheit einer Währung und der damit verbundenen Wertvorstellungen dient.

Diesem hohen Maß an Schutzbedarf trägt schon immer eine entsprechende Würdigung in der strafrechtlichen Einstufung für Geldfälschung in allen Staaten Rechnung. Weltweit ist die Herstellung und/oder Verbreitung von Falschgeld, unabhängig vom Tatort, für alle Währungen, strafbar. In Deutschland obliegt die Zuständigkeit für die Bekämpfung der „international organisierten Herstellung und Verbreitung von Falschgeld, die eine Sachaufklärung im Ausland erfordert“ dem Bundeskriminalamt (§ 4 (1) 1. BKAG).


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Echt oder falsch?

Nicht jede Fälschung fällt sofort als eine solche auf. Das liegt auch mit daran, die sich die Geldfälscher in ihren Fähigkeiten den Herausforderungen der modernen Schutzmaßnahmen angepasst haben. Sie sind in der Lage auch Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Mikroschrift, oder Hologramm in einer Qualität herzustellen, die sehr wohl zu einer Verwechslung mit echten Banknoten verleiten kann. Ganz an die Qualität von echtem Geld kommen sie aber nicht ran, dazu fehlen ihnen wichtige Materialien, wie zum Beispiel, das Originalbanknotenpapier, die richtigen Druckmaschinen und die speziellen Farben.

Außerdem wäre eine perfekte Fälschung zu Zeit- und Kostenintensiv, wenn sie alle Sicherheitsmerkmale nachahmen wollten, deshalb betreiben sie lediglich so viel Aufwand, wie sie selber für notwendig erachten, um die Fälschung an den Mann bringen zu können. Wenn aber jede Fälschung Abweichungen vom Original aufweist, dann sollte auch ein Laie in der Lage sein, die Fälschung als eine solche zu erkennen. Das bringt uns zu dem Punkt

Woran erkennt man Falschgeld?

Bargeld ist heutzutage mit einer Menge an überprüfbaren Echtheitsmerkmalen versehen, wenn alle am Zahlungsverkehr beteiligten Personen die Sicherheitsmerkmale sorgfältig prüfen, so ist das der wirksamste Schutz vor der Annahme von Falschgeld.

zu fühlen:

  • Das spezielle Banknotenpapier aus Baumwollfasern fühlt sich weder lappig noch glatt, sondern griffig an.
  • Der Stichtiefdruck der Abkürzungen der Europäischen Zentralbank, der Wertzahl und der Abbildungen der Architekturelemente ist deutlich fühlbar (Fingernagelprobe) von der Oberfläche abgehoben.
  • Die Hilfe für Sehbehinderte am Rand der Vorderseiten der 200- und 500-Euro-Banknoten ist ertastbar.

gegen das Licht zu sehen:

  • Das Wasserzeichen im druckbildfreien Teil zeigt das Architekturmotiv und die Wertzahl.
  • Der in das Banknotenpapier etwa mittig eingebettete Sicherheitsfaden erscheint als dunkle durchgehende Linie über die ganze Höhe der Banknote, darauf sind wechselweise seitenrichtig und seitenverkehrt EURO und die Wertzahl lesbar.
  • Die unregelmäßigen Zeichen links oben auf der Vorder- und rechts oben auf der Rückseite bilden im Gegenlicht die vollständige Wertzahl (Durchsichtsregister).

beim Kippen zu sehen:

  • Der Spezialfolienstreifen im rechten Teil der Vorderseite von 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel das Euro-Symbol oder die Wertzahl in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Der Perlglanzstreifen auf der Rückseite von 5-, 10- und 20- Euro-Banknoten mittig neben dem Sicherheitsfaden wechselt beim Kippen gegen eine gute Lichtquelle von hellgelb nach goldgelb und zeigt als Aussparungen das Euro-Symbol sowie die Wertzahl.
  • Das Spezialfolienelement im rechten Teil der Vorderseite 50-, 100-, 200- und 500-Euro-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel die Wertzahl oder das Architekturmotiv der jeweiligen Banknote in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Die Wertzahlauf der rechten unteren Ecke der Rückseiten von 50-, 100-, 200- und 500-Euro-Banknoten zeigt einen Farbwechsel von purpurrot bei Draufsicht nach olivgrün oder braun unter anderem Betrachtungswinkel.

mit der Lupe zu sehen:

  • An verschiedenen Stellen der Vorder- und Rückseite bestehen scheinbare Linien aus winzigen Schriftzeichen (Mini- und Mikroschrift).
  • Der Notenhintergrund ist aus feinen durchgehenden Linien, nicht aus farbigen Bildpunkten wie bei einem Zeitungsbild gestaltet.
  • Perforationen im Spezialfolienstreifen im rechten Teil der Vorderseite von 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten zeigen das Euro-Symbol und den Schriftzug EURO.

unter ultraviolettem Licht zu sehen:

  • Verschiedene fluoreszierende Flächen, Fasern und Druckfarben.

Quelle: Berlin.de

Noch einmal weisen wir darauf hin, kein verdächtiges Geld wieder rausgeben, sondern falsche Banknoten bitte der Polizei und falsche oder verdächtige Münzen an die zuständige Filiale der Bundesbank übergeben. Niemals wieder rausgeben, damit macht man sich selber strafbar. Bei der Bundesbank kann man Schulungsmaterial für seine Angestellten (Banken, Restaurants, Einzelhandel und andere Unternehmen) bestellen. Dann wäre der falsche 5er vielleicht eher aufgefallen.

 

Quellen: