Mit diesem kleinen Trick arbeiten Betrüger gerne!

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Sie geben vor, sie seien Amazon, schreiben dich an und behaupten, dass jemand missbräuchlich deinen Amazon Account genutzt hätte, um teure Waren einzukaufen. In diesem Falle einen Old Pulteney 23 Jahre Bourbon Cask Malt Whiskey im Werte von 265 € plus Versand. Im gleichen Atemzug geben sie auch an, sie hätten bemerkt, dass es sich um einen unrechtmäßigen Zugriff handelt, weshalb nun dein Account vorsorglich gesperrt wurde.

Nette Geschichte, nichts davon stimmt. Es handelt sich um einen Köder. Dieses Scheinargument wird verwendet, um dich auf eine gefälschte Webseite zu locken. Dabei ziehen die Betrüger alle Register: Das Amazon-Logo wird verwendet, der Rechnungsaufbau von Amazon wurde nachgebildet und selbst die Absendernennung manipuliert und man findet als Absender den Begriff „Kundenservice” vor.

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Man liest in der E-Mail:

Guten Tag,
angesichts mehrerer Kontroversen wärend [sic] der Bestellaufgabe, wurde Ihr Account durch das Sicherheitssystem provisorisch eingeschränkt. Womöglich erfolgte ein unrechtmäßiger Fremdzugriff auf Ihr Konto.
Zur erneuten Freischaltung des Kontozugriffs ist eine Identitätsverifizierung als primärer Account-Inhaber unumgänglich.
Hinweise zur Verfizierung finden Sie am Ende dieser Benachrichtigung

Zwei Elemente sind an dieser Stelle noch interessant: In der Mail wird als Empfänger der Waren ein „Süleyman Kayacan” angegeben. Der ist natürlich ebenso frei erfunden, hier wird suggeriert „Ausländer betrügen” und durch die Nennung dieses Namens ein Rassismus-Trigger genutzt, um das inhaltliche Argument glaubhaft zu gestalten. Wir haben bereits eine Reihe von E-Mails dieser Machart gefunden (vergleiche). Neu ist an dieser Stelle der Whiskey als vermeintlich gekauftes Produkt, im Regelfall handelt es sich in dieser Art der Phishingmails meist um Smartphones.

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Phishing!

Es handelt sich bei dieser E-Mail natürlich um einen Phishingbetrug. Sowohl diese Variante, wie auch die vielen ähnlich aufgebauten Mails verweisen auf Webseiten, die um die Eingabe persönlicher Daten bitten. In diesen Fällen blockierte unsere Antivirensoftware direkt die Webadresse mit dem Hinweis, dass es sich um eine Phishing-Webadresse handelt:

Hier gilt: Der angebliche Verifizierungsprozess ist eine Falle! Betrüger wollen hier lediglich gültige Daten von Amazonnutzern abgreifen.

Was du machen kannst!

Hast Du den Verdacht, dass eine E-Mail oder Webseite zum Zwecke des Phishings gefälscht ist, kannst Du uns diese gerne weiterleiten über spam@zddk.eu. Wir schauen uns das an. Auch Amazon freut sich übrigens über eine Weiterleitung der E-Mail an stop-spoofing@amazon.com. Wichtig ist es erstmal, auf Mailadressen bzw. URLs zu achten. Diese sind ein erster, wichtiger Hinweis. Allerdings können auch Absender-Mailadressen gefälscht werden!

Solltest Du Dir unsicher sein, ob es sich um eine Phishing-Attacke handelt, kannst Du dich grundsätzlich auch einfach auf der eigentlichen Homepage des angeblichen Absenders einloggen, hier also beispielsweise bei www.amazon.de. Sollten wirklich einmal Daten benötigt werden, dann wird man dort aufgefordert, diese einzugeben.

Ist man bereits auf eine Phishing-Attacke hereingefallen, ist es wichtig, sofort alle verwendeten Passwörter und PINs zu ändern sowie die Kreditkarte beziehungsweise die Bankdaten beispielsweise durch eine Sperre unbrauchbar zu machen. Zudem sollte man einen ausführlichen Sicherheitscheck mit dem betroffenen Laptop, Smartphone und Co. durchführen sowie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Lösche die E-Mail und klick auf keinem Fall Links darin an. Falls du dein Amazon-Konto sicherheitshalber dennoch überprüfen möchtest, gib in die Adresszeile des Webbrowsers „amazon.de“ von Hand ein und und melde dich auf der echten Webseite mit deinen Zugangsdaten an. Du wirst dann sehen, dass keine Legitimation nötig war!

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