Neuigkeiten im Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Mutmaßlich seien insgesamt bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen.

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Wie derStandard, der Kurier und Spiegel Online berichten, sind nach Aussagen des Facebook-Technologiechef Mike Schroepfer doch mehr Facebook-Nutzer von dem Datenskandal betroffen, als bisher angenommen wurde. Das Unternehmen ging vormals von rund 50 Millionen Nutzern aus, doch sind nach neuen Erkenntnissen bis zu 87 Millionen betroffen.

Nach der Bekanntgabe des Datenskandals um die britische Firma Cambridge Analytica, hat Facebook erste Maßnahmen ergriffen. Zum Beispiel ist eine Suche nach Nutzer-Profilen über die Telefonnummer und E-Mail-Adresse passé. Auch wurden Hunderte Konten gelöscht, die im Zusammenhang mit einer russischen “Trollfabrik” standen.

Die Daten wurden von Cambridge Analytica mittels einer App zu einem Persönlichkeitstest („thisisyourdigitallife“) abgefischt. 270.000 Menschen beteiligten sich an dem Test. Das Unternehmen erhielt durch diese App jedoch auch Zugriff auf Facebook-Daten der Teilnehmer, wie zum Beispiel die Freundesliste. Dies erklärt die hohe Zahl an betroffenen Nutzern.

Warum der Zugriff diverser Apps gefährlich werden kann und wie du deine Daten vor fremden Zugriffen schützt, erfährst du hier.

Ist Deutschland auch betroffen?

Nach Aussagen des Unternehmen leben die meisten Betroffenen in den USA. Mit rund 70,6 Millionen Personen stellen die Amerikaner den Löwenanteil der Betroffenen dar. Trotzdem sind nahezu 1,2 Millionen Nutzer auf den Philippinen und fast 1,1 Millionen Briten betroffen. In Deutschland könnten es rund 310.000 Nutzer sein, bedingt durch den Zugriff auf die Freundesliste.

Auch in Österreich könnten laut der Presse knapp 33.600 Nutzer betroffen sein. Nur 13 Österreicher hatten die App tatsächlich installiert, auch hier wird der Rest auf den Zugriff der Freundesliste zurückgeführt.

CEO Mark Zuckerberg wird im US-Kongress in der kommenden Woche zu dem Skandal aussagen. Diese Anhörung findet vor dem Handelsausschuss des Repräsentantenhauses statt, dies teilten der republikanische Ausschussvorsitzende Greg Walden und er oppositionelle Demokrat, Frank Pallone, mit.

Eine Entschuldigung brachte der Facebook-Chef bereits hervor und will nun eine Reihe von Reformen auf der sozialen Plattform durchführen. Ein neues Menü soll die Sicherheit des Facebook-Kontos rasch erhöhen. Dennoch wird die Umstellung einen längeren Zeitraum benötigen, dies weiß auch Zuckerberg und spricht von „einigen Jahren“.

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