-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Natürlich sind einem aus den Medien die verschiedenen Geheimdienste, unter anderem NSA, GCHQ oder auch der deutschen BND bekannt und präsent.

Aber die jagen ja nur die Schwerverbrecher, für die sind unsere privaten Daten doch völlig irrelevant?

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

FALSCH! Manchmal reicht es aus, Kontakt zu bestimmten Personen zu haben um ins Visier der Geheimdienste zu geraten. Und die Daten werden Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte lang gespeichert, aufbewahrt und ggf. genutzt.

Nicht nur die inhaltsbezogenen Daten, sondern auch sogenannte Metadaten, solche, die das wann, wo und wie von beispielsweise einem Gespräch abspeichern, können abgefangen und genutzt werden.

Wir haben uns mit dem Gedanken, dass die Geheimdienste unsere Daten sammeln und speichern, schon fast abgefunden, es hinterlässt fast nur noch ein flaues Gefühl in der Bauchgegend wenn man sich bewusst macht, dass die Urlaubsbikinibilder genauso offen dar liegen wie die vermeintlich privaten Nachrichten an den oder die Liebste(n).

Aber nicht nur der Geheimdienst, sondern auch kriminelle Organisationen und dubiose Datenhändler haben großes Interesse an derlei personenbezogenen Daten – und die halten sich häufig an keine Gesetze der Welt.

Ohne die richtige Verschlüsselung ist es beinahe unmöglich, diese davon abzuhalten, die Daten zu stehlen. Dieser Datendiebstahl erfolgt zumeist unbemerkt, und wer die sensiblen Daten hat, und zu welchem Zwecke sie verwendet werden, bleibt offen.

In einem vorangegangenen Artikel mit dem Titel: “Wie ein Geheimagent”, befindet sich Anleitung zur Generierung von Keys detailliert dargelegt.

Wie dieses Verfahren der Kommunikation etwas vereinfacht werden kann, und zwar, indem OpenPGP in dein Mailprogramm eingefügt wird, soll im Folgenden dargelegt werden.

Video: Thunderbird: Mail verschlüsseln

In der Oberfläche der Anwendung „Thunderbird“ kannst du im Addon-Manager auf Suche gehen, und nach „Enigmail“ suchen.

Wenn du Enigmail auswählst, kannst du es über den Button „Zu Thunderbird hinzufügen“ installieren und einfügen. (Sollte dies misslingen, kannst du die Erweiterung Enigmail auch manuell in Google suchen und so herunterladen.)

In letzterem Fall geht ihr wieder über den Addon-Manager, und wählt „Aus Datei“ installieren aus, um die manuelle Enigmail-Erweiterung einzubinden. Danach wirst du aufgefordert, Thunderbird neu zu starten. Führe den Neustart aus, und du erreichst den Enigmail Installationsassistenten. Sollte sich dieser nicht automatisch öffnen, findest du ihn unter Enigmail -> Einrichtungs Assistent .

Geh auf die Fortgeschrittene Einstellungen und erzeuge ein neues Schlüsselpaar, oder du importierst dein bereits generiertes Schlüsselpaar, um dieses zu nutzen. Wähle für letzteres dafür einfach die gesicherten Dateien mit den Schlüsseln aus.

Damit ist die Einrichtung abgeschlossen. Falls du feinere Einstellungen vornehmen willst, findest du diese unter Enigmail -> Einstellungen.


SPONSORED AD


Dort kannst du prüfen, ob der Pfad für GNUPG richtig hinterlegt wurde, also zur installierten gpg.exe führt. Dies ist standardmäßig eingestellt, manches Mal kann es aber zu Fehlern kommen.

Falls Komplikationen beim Befolgen der Anleitung auftreten, lohnt sich ein entsprechender Blick in diese Einstellung. Unter Passphrase merken kannst du dir einstellen, wie lange das individuelle Passwort, welches du für den Schlüssel festgelegt hast, gemerkt werden soll. Sicherer ist es natürlich, die Zeit möglichst kurz zu halten, zu Gunsten von Komfortabilität kannst du hier aber auch längere Zeitspannen einstellen.

Unter „Senden“ und den Manuellen Verschlüsselungseinstellungen kannst du dann festlegen, wann und in welchen Fällen du verschlüsselt Nachrichten versenden möchtest. Im Unterpunkt „Schlüsselauswahl“ kannst du abschließend manuelle Regeln, die sich an den Kommunikationspartner anpassen, festlegen und bearbeiten.

Mit dieser Methode kannst du die Daten-, vor allem aber die Textübertragung sicherer und ohne viele Umstände nutzen.

Das Stehlen verschlüsselter Nachrichten ist fast unmöglich. Sensible Kommunikation sollte ausschließlich über PGP erfolgen. Frage dich bei dem, was du schreibst immer, ob du wollen würdest, dass dein Arbeitgeber oder dein dir noch fremder Nachbar es liest. Wenn du diese Frage mit einem ausdrücklichen ‚Nein‘ beantwortest, solltest du diese Vorsicht auch im Internet nicht ablegen und verschlüsselt mit deinem Gesprächspartner kommunizieren.