Und, welche Apps hast du auf deinem Smartphone? Du musst nicht alles dulden, was Twitter wissen will!

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Wie unser Kooperationspartner checked4you berichtet, solltest du als Twitter-Nutzer unbedingt die Standard-Einstellungen verändern!

Denn diese sind so gesetzt, dass der Kurznachrichtendienst sehr viel darf. Zum Beispiel checken, welche Apps du sonst noch so benutzt. Oder welche Internetseiten du besuchst. Und Twitter darf laut seiner Datenschutzerklärung Infos von dir an andere Unternehmen, zum Beispiel Werbepartner, weitergeben.

Was also tun? Wir zeigen es dir und empfehlen folgende Einstellungen:

Einstellungen öffnen

Klicke auf dein Profilbild und dann auf Einstellungen und Datenschutz. Der gleiche Weg gilt für die Twitter-Apps auf Android- und iOS-Geräten.

imageDatenschutz und Sicherheit

Tweet-Sicherheit: Aus. Es sei denn, du möchtest, dass nur von dir ausgewählte Twitter-Nutzer deine Tweets sehen.

Standort twittern: Aus. Andernfalls kann jeder öffentlich sehen, an welchem Ort du deinen Tweet abgesetzt hast.

Foto-Markierungen: Niemandem erlauben. Andernfalls können die ausgewählten Personen (denen du folgst oder alle Twitter-Nutzer) deinen Twitter-Namen mit Fotos verknüpfen. Du wirst über neue Markierungen benachrichtigt.

Auffindbarkeit: Aus. Es sei denn, du möchtest, dass Twitter dein Profil anzeigt, wenn jemand deine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer aus seinen Kontakten zu Twitter hochgeladen hat. Mehr dazu im nächsten Punkt.

Adressbuch: Hierüber besteht die Möglichkeit, im Smartphone, Computer oder anderswo gespeicherte Kontaktdaten auf die Twitter-Server hochzuladen. Hierdurch können jedoch Kontakte betroffen sein, die ihre Daten nicht mit Twitter teilen möchten. Deshalb solltest du keine Kontakte hochladen. Sollte das schon geschehen sein, liest du unter Bild 5, wie du die Einträge wieder entfernen kannst.

Twitter für Teams: Du solltest nicht jedem erlauben, dich zu dessen Team hinzuzufügen. Es sei denn, du benötigst diese Funktion z.B. beruflich.

Direktnachrichten: Du kannst entscheiden, ob dir jeder beliebige Twitter-Nutzer eine direkte Nachricht senden darf. Wenn du das nicht möchtest, entferne den Haken. Darunter legst du fest, ob andere Twitter-Nutzer dich zu Gruppen hinzufügen dürfen oder nicht. Da das in der Standardeinstellung jeder ohne deine vorherige Zustimmung machen könnte, empfehlen wir, hier einen Haken zu setzen. Bei Lesebestätigung senden/empfangen solltest du den Haken entfernen, wenn du anderen nicht zeigen willst, wann du eine Nachricht gelesen hast.

Suchen: Hier kannst du die Ergebnisse der Twitter-Suche etwas beeinflussen, u.a. sensible Inhalte ausblenden. Was Twitter unter sensiblen Inhalten versteht, erklärt der Kurznachrichtendienst in seinem Hilfebereich.

Tweets mit Medien: Du kannst auswählen, ob Twitter dir Tweets mit sensiblen Inhalten generell anzeigen soll oder nicht. Und du kannst Medien (also Fotos, Videos etc.), die du twitterst, als sensibel kennzeichnen.

imageIndividualisierung und Daten

Über den Link „Bearbeiten“ bei Individualisierung und Daten gelangst du auf diese Einstellungsseite. Wir empfehlen hier, alles zu deaktivieren. Die Einstellungen beziehen sich nicht nur auf Werbung, sondern auch auf die Auswahl der angezeigten Tweets in deiner Timeline und Vorschläge für neue Follower. Was die einzelnen Punkte bedeuten:

Anzeigen personalisieren steuert, ob die Werbung auf Twitter und auf anderen Internetseiten anhand deiner Aktivitäten bei Twitter ausgewählt werden sollen. Ist dies deaktiviert, siehst du zufällig ausgewählte Werbung, die nicht auf dich zugeschnitten ist.

Wenn du Basierend auf deinen Apps personalisieren aktiviert hast, kann Twitter auf deinen Smartphones, Tablets und anderen Geräten prüfen, welche Apps installiert sind und kann diese Infos dazu nutzen, seine Werbung an deine Vorlieben anzupassen.

Mithilfe aller Geräte personalisieren bewirkt, dass Twitter nicht nur deine Aktivitäten auf einem Gerät (wie einem Computer), sondern die auf sämtlichen Smartphones, Tablets, Laptops etc., auf denen du den Kurznachrichtendienst verwendest, erfassen und zusammenführen kann. Mithilfe der Standorte personalisieren … bedeutet, dass Twitter dir z.B. Werbung von Geschäften zeigen kann, in deren Nähe du dich gerade befindest.

Wenn Nachverfolgen, wo du Twitter-Inhalte im Internet siehst aktiviert ist, kann Twitter erfassen, speichern und auswerten, welche Internetseiten du besucht hast, auf denen z.B. Tweets eingebunden wurden.

Daten über ausgewählte Partnerschaften teilen solltest du deaktivieren. Ansonsten erlaubst du Twitter, Daten von dir z.B. an Unternehmen weiterzugeben. Welche das im Einzelnen sind, erfährst du als Nutzer aus der Einstellung und zugehörigen Erklärung nicht. Außerdem bleiben Zweifel, welche konkreten Daten weitergegeben werden können. Zwar sollen die Partner nie die Namen, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer der Nutzer erhalten, heißt es in der Erklärung. Aber das kann sich in Zukunft möglicherweise ändern. Ähnliches hat auch der Messenger WhatsApp behauptet, bis im August 2016 die Nutzungsbedingungen so geändert wurden, dass doch Daten wie die Telefonnummer an Facebook fließen können. Mehr dazu

imageFreunde finden

Klicke in den Einstellungen auf „Freunde finden“ und dort auf „Kontakte verwalten“. Sind dort Einträge vorhanden, lösche sie im Zweifel. Nutzt du Twitter als App auf deinem Smartphone oder Tablet, prüfe, dass Adressbuchkontakte synchronisieren“ abgeschaltet ist.

So kommst du dorthin: Profilbild (oder ein kleines Zahnrad daneben) antippen und dann auf „Einstellungen und Datenschutz“. Anschließend tippst du „Datenschutz und Sicherheit“ an und darin „Auffindbarkeit und Kontakte“. Dort sollte dann kein Haken bzw. der Schieberegler grau (also aus) unten bei „Adressbuchkontakte synchronisieren“ sein.

imageDatenschützer empfehlen grundsätzlich, das Tracking abzuschalten. Denn alle gesammelten Daten werden ja irgendwo gespeichert. Und auch wenn es nach Science Fiction klingt: Wenn dir jemand Böses will, kann er diese Daten gegen dich verwenden. Es gibt ja Berichte darüber, dass Menschen nicht in die USA einreisen durften, weil sie bestimmte Dinge gepostet oder Bücher bei Amazon gekauft haben. Generell kann es also nicht schaden, sich Gedanken über Datenschutz zu machen. Und darüber, was einzelne App-Berechtigungen bedeuten. Du kannst dein Gerät auch komplett für interessenbasierte Werbung sperren.

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