Seit dem Mittag des 14. Februars macht eine Mitteilung die Facebooknutzer nahezu hysterisch. Hacker hacken alle Accounts! Doch dem ist nicht so.

Daher kurz:
  •  das sind KEINE Hacker
  •  es handelt sich um sich Profilbetrug
  •  gibt es seit mindestens 4 Jahren schon
  •  wir warnen auch seit mindestens 4 Jahren regelmäßig davor.
 Gemeint ist damit ein Social Engineering Trick, den es bereits seit Jahren gibt. Folgende Statusmeldung meint in Wirklichkeit keine “Hacker”, sondern Profilbetrüger:

SOS SOS SOS LIEBE FREUNDE
Alle Accounts werden gehackt. Das Profilfoto und Namen werden verwendet, um ein neues Facebook – Konto zu erstellen. Dann fragen sie eure Freunde ob sie schreiben möchten und eure Freunde denken das ihr es seit. Ab diesem Zeitpunkt können Hacker schreiben, was sie unter eurem Namen schreiben wollen !! …..
Bitte nehmt keine zweite Einladung von mir an !!
Kopiert diese Nachricht an eure Pinnwand, so dass all eure Freunde gewarnt werden!
Nicht teilen. Erstellt eine Kopie und fügt diese Nachricht ein. Danke Das macht bei mir auf meiner Startseite die Runden und auch in meiner Gruppe wurde das gepostet. Würde gerne wissen was dran ist an der Sache.Danke für eure Arbeit das zu kontollieren.

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Seit Jahren warnen wir bereits davor, dass Internetbetrüger ganze Facebook Profile kopieren. (siehe dazu auch: Kopierte Facebookprofile! Ein aktueller Fall ).

Sprich sie kopieren das jeweilige Profil- sowie Titelbild. Mit diesen Bildern ausgestattet eröffnen sie auf Facebook einen neuen Account mit genau dem selben Namen wie jenes wo sie zuerst die Bilder kopiert haben. Es gibt also auf einmal zwei Profile die völlig identisch sind.

Haben die Betrüger das Konto, dann klicken sie sich durch die Freundesliste und schreiben alle Freunde mit einer persönlichen Nachricht an und versuchen mit dieser Masche den Freunden Geld zu entlocken. Nahezu jeden Tag hört man bereits, dass es immer wieder Geschädigte gibt.

Das sind keine Hacker!

Anfang Februar 2016 veröffentlichte die Wirtschaftswoche unter dem Titel “Facebook und die Fake-Profile: So schützen Sie sich vor Abzocke durch falsche Freunde” ebenso einen umfassenden Artikel zu diesem Thema, dem wir beratend zur Seite standen.

Fakt ist: Profilkopien sind nichts neues, aber ein ärgerlicher und auch oft teurer Betrug. Neben dem Reputationsverlust des kopierten Profils laufen die Freunde dieses Profils in die Gefahr, abgezockt zu werden.

An dieser Stelle möchten wir Euch aufzeigen wie Ihr in 4 Schritten das Facebook-Profil so gut es nur geht schützen könnt, damit es eben zu keiner Kopie kommen kann. Von SOS oder von allgegenwärtigen Hackern zu sprechen, ist Quatsch. Macht einfach eure Inhalte sicher (nur für Freunde sichtbar) und die Gefahr der Profilkopien sinkt rapide!

Sie lernen, sie sie entwickeln sich sprachlich und inhaltlich weiter. Und sie sind nach wie vor gefährlich. Das zeigt ein aktuelles Beispiel.

Über kopierte Facebookprofile haben wir schon oft berichtet, das wollen wir an dieser Stelle nicht aufwärmen. Wir verweisen lediglich auf die Mache, welche im Vorfeld abläuft. Nur kurz: das sind keine Hacker, sondern Betrüger, welche ein existierendes Profil 1:1 nachbauen und Freundschaftsanfragen an die selben Personen stellen, die mit dem Originalprofil befreundet sind. Anschließend geben sie sich als diese Person aus, bitten um die Handyrufnummer und bestellen auf diese Rufnummer teure Bezahlcodes. Diese Codes fragen sie wiederum über PN ab. Siehe dazu auch “Gefälschte Facebookprofile – geprellte Freunde – teure Rechnungen”.

Thema im Video ab Minute 6:04

Und sie machen weiter

Aufgrund der vielen Warnungen und der erhöhten Aufmerksamkeit vieler Nutzer haben sie jedoch gelernt und sich verbessert. Aus plumpen Sätzen wir “gib Number!” oder “ich brauchen Code” sind inhaltlich nachvollziehbare Sätze geworden, die zumindest halbwegs plausibel klingen. Der neue Trick:

Ich hab mit einem freund eine wette und der der gewinnt wird zum essen eingeladen. Keine angst die nachricht ist umsonstOK

Ein ZDDK Nutzer hat uns diesen Ablauf eingesendet, der das klassische Prinzip zeigt. Neu ist nun die verbesserte inhaltliche Darstellung, sowie ein anderer Bezahldienst, der genutzt wird. Gleich bleibt jedoch der Ablauf: die Bitte um die Mobilfunknummer, der Versand eines Codes und die anschließende Bitte, den Code doch zu nennen.

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Bisher haben wir als Bezahldienst immer PayPal angegeben, der neue Test zeigt, dass in diesem Fall der Anbieter Boku Inc. (BOKU – Online Credits) genutzt wird. “No card. No bank. No Problem.” heißt es dort. Ein Code wird per SMS versendet, dieser wird eingelöst und ist Geld wert.Pay by Mobile nennt sich das und wird von der Telefonrechnung abgezogen. Wer den Transaktionscode besitzt, der ist auch im Besitz des Wertes.

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