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Ein aktuell ziemlich häufig geteilter Beitrag berichtet von einem lebendigen Leichnam in Russland. Ein dort verstorbener buddhistischer Mönch und Glaubensführer soll dort mit 162 Jahren immer noch lebendig sein. Da dies viele User nicht glauben, bekommen wir dazu sehr sehr viele Anfragen!

Die Überschrift des Artikels lautet: „Unglaublich! In Russland lebt ein 162 Jahre alter Mönch! Lebendiger Leichnam gibt Wissenschaftlern Rätsel auf“ und wurde über die Webseite sott.net verteilt!

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Folgt ein User dem Statusbeitrag, dann landet er auf dieser Webseite:

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Auszug aus dem Artikel:

In Rußland an der Grenze zur Mongolei gibt es ein Kloster, in dem ein Mönch lebt, der mittlerweile 162 Jahre alt ist. Ärtze bestätigen: Seine Körperfunktionen sind vorhanden und er reagiert auf seine Umwelt. In dieser Dokumentation wird er gezeigt und zwei mal im Jahr kann man ihn sehen. Sein Wunsch mit dieser Art der Existenz ist es, als lebendes Beispiel zu dienen, daß die Grenzen des Menschen unendlich sind.
Seit über 75 Jahren ist der Körper des 1927 verstorbenen Hambo Lama Daschi-Dorsho Iltigelows nahezu unverändert erhalten. Wissenschaftler, die ihn untersucht haben, sind ratlos. Der Leichnam des Lama ist in all den Jahrzehnten nicht verwest, was allen Gesetzen der Natur widerspricht. Seine Haut und seine Gelenke sind elastisch, das Blut geleeartig. Letzte Untersuchungen zeigen, dass seine Zellen noch leben. Zweimal im Jahr – zum buddhistischen Neujahrsfest und zu Buddhas Geburtstag – dürfen die Menschen den “lebenden Leichnam” im sibirischen Ulan Ude bewundern.

Unsere Recherche ergab folgendes:

Sott.net ist nicht die einzige Plattform, die diesen Fall aufgegriffen hat. Berichte dazu gibt es, ebenso den zitierten Artikel, bereits seit Juni des Jahres. Auch das ZDF fertigte eine Dokumentation zu diesem Thema an.

Die Rede ist von dem 1927 verstorbenen buddhistischen Mönch Chambo Lama Itigelow. Dieser war in der sibirischen Republik Bujartien Oberhaupt der buddhistischen Gemeinde.

Der Überlieferung nach verstarb er meditierend im Lotussitz und wurden seinen Anweisungen gemäß auch in dieser Haltung beerdigt. Ebenso hatte er den Auftrag erteilt, dass sein Körper 30 Jahre nach seinem Tod exhumiert werden solle. Er würde nicht verwesen.

75 Jahre nach seinem Tod (2002) wurde der Leichnam schließlich wieder ausgegraben.

Tatsache ist, dass der Leichnam des Mönches Wissenschaftler vor ein Rätsel stellt.

Man möchte allerdings vermuten, dass dies eher dem Umstand geschuldet ist, dass Untersuchungen am Leichnam nicht mehr gestattet werden. Derzeit wird der Körper in einem Glasschein aufbewahrt. Das Kloster gilt mittlerweile als Pilgerstätte, die von zahlreichen Besuchern und Gläubigen besucht wird. Zweimal im Jahr ist der Leichnam für die Öffentlichkeit zugänglich.

Was genau ist so seltsam an dem Leichnam?

Berichtet wird, von einer ungewöhnlich weichen Haut und Elastizität der Gelenke. Ebenso soll der Mönch ohne Hilfestellung selbstständig in dem Lotussitz verweilen. Sein Blut habe eine geleeartige Konsistenz. Man spricht sogar davon, dass er auf seine Umwelt reagiere.

Er weist nicht die typischen Merkmale einer verwesenden Leiche auf, und das sind nur einige Gründe, warum sich viele Mythen um den Toten ranken.

Was man nicht unbeachtet lassen darf:

Einige Berichte, die sich für den immer noch lebendigen Organismus aussprechen, sprechen aber ebenso von einer Unerklärlichkeit des Phänomens. Die Belege berufen sich hier auf einige wenige Wissenschaftler, die den Toten kurze Zeit untersuchen durften. Eine physikalische Erklärung kann derzeit durch keinen der Wissenschaftler gestellt werden.

VIDEO ZDFinfo Das Phänomen Zwischen Leben und Tod:

Mit einer Vermutung, dass es sich hier um einen 162 Jahre alten Mönch handelt, der angeblich (wenn auch in einer anderen Form) noch lebe, ist es vollkommen nachvollziehbar, dass Kritiker ihre Zweifel äußern. Es existiert eine ganze Anzahl möglicher Erklärungsversuche, die nicht belegt werden können, da eine Untersuchung nicht gestattet wird. Man vermutet z.B. eine Art Mumifizierung.

Die Entkräftung eines solchen Mythos erweist sich als äußerst schwer, da durch eine fehlende Analyse keine wissenschaftliche Arbeit stattfinden kann.

Quellenangabe:
Berliner Zeitung
Wikipedia

Autorin: Lairssa M., mimikama.at

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