Gerne, viel Spaß damit! Aber warum veröffentlichst du das als gesponserten Beitrag?

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Auf Facebook entdeckt man ja so allerlei mehr oder weniger interessante Inhalte. Vieles wird einem auch nur in den Newsstream gespült, weil es ein gesponserter Beitrag ist. Gesponsert bedeutet, dass jemand Geld an Facebook gezahlt hat, um mehr Reichweite für diesen Inhalt zu bekommen. Das ist nichts Verwerfliches, jedoch steckt natürlich immer eine Werbeabsicht dahinter.

Und bei der Jubelmeldung der lieben „Lena”, welche ebenso ein gesponserter Beitrag ist, können wir nur mutmaßen: Jubelt sie wirklich oder wirbt sie hier? Und was ist das für ein Link, der in dieser Statusmeldung eingebaut ist? Nun, zumindest die zweite Frage lässt sich leicht beantworten.

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Der Link, welcher in dieser gesponserten Statusmeldung eingebaut ist, führt in der Tat zu einem (ich zitiere) dummen Quiz. Hier muss man ein paar Fragen beantworten, bei denen es sogar völlig egal ist, ob man richtig antwortet oder die falsche Antwort anklickt. Man wird immer weitergeleitet, denn am Ende soll es gar keine Selektion geben.

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Im Gegenteil, jedem Besucher soll angezeigt werden, dass man die Prämie bekommt. Hier wird mit ein paar kleinen Druckmittelchen gearbeitet: Eine begrenzte Verfügbarkeit wird suggeriert. Zum einen läuft ein Countdown herunter, welcher darauf drängt, dass man sich binnen drei Minuten für die Prämie entscheiden soll.

Gleichzeitig wird auch eine quantitativ knappe Verfügbarkeit eingeblendet. Die Prämie iPhone 7 sei nur noch drei Mal verfügbar, die (im Bild nicht sichtbare) Prämie iPhone 7 + sogar schon nicht mehr vorhanden. Diese kleinen Tricks sollen natürlich dafür sorgen, dass man sich unter Zeitdruck gesetzt fühlt und voreilig agiert.

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Ein Affiliate Gewinnspiel

Klickt man auf die blaue Schaltfläche „Bestellen für 0 €”, so landet man auf einem Affiliate Gewinnspiel zu einem iPhone 8. Man bemerkt an dieser Stelle bereits die Unregelmäßigkeiten, denn im vorherigen Feld wurde noch von einem anderen Modell gesprochen. Man muss sich im Klaren sein: Die Gewinnspiel-Affiliates sind nicht illegal. Es ist das Ziel der Veranstalter, so viele Datensätze wie möglich zu erlangen, um diese an “Sponsoren” oder ähnliche Firmen verkaufen zu können, denn Datensätze sind Handelsware.

Und hinter dieser Handelsware steckt auch ein Handelsnetz, so wie auch bei diesem Gewinnspiel.

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Hier gibt man selbst seine eigenen Daten zur Weitergabe frei, man liest deutlich:

Ja, ich bin damit einverstanden, dass eine Auswahl der in der Sponsorenliste aufgeführten Firmen mich postalisch, telefonisch oder per E-Mail oder SMS über Angebote aus ihrem jeweiligen Geschäftsbereich informiert. Die Auswahl der werbenden Unternehmen können Sie selbst beeinflussen. Das Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Infos dazu hier.

Das bedeutet, es geht um die Erstellung vollständiger und korrekter Datensätze, welche zu Werbezwecken verkauft werden. Hierbei bekommen die Partner, welche diese “Partnerprogramme” (Affiliates) einsetzen, eine Provision pro Datensatz. Je besser das Zugpferd, also die davor errichtete Lockmethode, desto mehr Datensätze kommen am Ende dabei heraus. Das ist nicht neu, aber auch nicht illegal.

Und das ist auch der Grund, warum man immer zwei verschiedene Schritte vorfindet: In diesem Fall die Fake News mit ihren 90 Provisionslinks stammen aus anonymer Hand, die lediglich mit Hilfe eines Provisionscodes ein paar Euros einsacken möchte. Hierbei handelt es sich NICHT um den echten Gewinnspielveranstalter, dieser wird lediglich “eingebaut” und stellt das letzte Ziel in dem Verlinkungsspielchen dar.

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