Cyber Monday Deals führen zu Fake-Shops

Cyber Monday Deals führen zu Fake-Shops

Von | 5. Dezember 2019, 14:43

Auf den ersten Blick sehen die Shops seriös aus, doch wer genauer hinsieht, entlarvt den Betrug.

Um möglichst viele Nutzer anzulocken, kursieren Bilder mit Adressen zu Fake-Shops auf Facebook. Mit Schlagzeilen wie „Cyber Monday Sale (90%OFF) ködern die Betrüger, um die Nutzer in die Falle zu locken.

Wir empfehlen, nicht bei diesen Shops zu kaufen. Wenn alle Produkte bis zu 90% günstiger angeboten werden, ist etwas faul.

So sehen die Köder aus, die auf Facebook benutzt werden. Die Namen bekannter Unternehmen werden missbräuchlich verwendet, dazu gibt es einen Kurzlink:

Screenshot by mimikama.at

Screenshot by mimikama.at

So erkennst du einen dieser Fake-Shops:

Keine Kontaktadresse
Sieh immer zuerst, ob es ein ordentliches Impressum oder Kontaktdaten gibt. Bietet der Shop lediglich ein Kontaktformular an und gibt es sonst nirgends Hinweise auf den Verkäufer – Finger weg!

Ein seriöser Händler hat nichts zu verstecken. Schon gar nicht seinen Namen!

Whois-Abfrage
Mit einer Whois-Abfrage (zu Deutsch: „Wer ist“) kannst du erkennen, wer die Seite erstellt hat und seit wann sie existiert. Ersteller solcher Fake-Shop-Seiten halten ihre Identität gerne geheim (siehe Punkt 1) und nutzen dafür einen Anonymisierungsdienst.

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Auch die Herkunft gibt oftmals Hinweise auf einen unseriösen Händler. Ein Shop, der den Eindruck vermittelt ein deutsches Unternehmen zu sein und über die Whois-Abfrage mit einer Herkunft aus China identifiziert wird, sollte misstrauisch begutachtet werden. Ist der Händler nicht transparent, solltest du dir zweimal überlegen, dort etwas zu kaufen.

Über die Whois-Abfrage lässt sich noch ein weiteres wichtiges Merkmal feststellen: Das Erstellungsdatum.

Ist ein Shop erst wenige Tage oder Wochen alt und schmeißt bereits alle seine Produkte zum halben Preis raus, ist dies ein weitere deutlicher Hinweis, dass Betrug dahintersteckt. Insbesondere, wenn der Ersteller im entfernten Ausland sitzt oder sich gar anonymisieren lässt.

Der Online-Aufritt
Seriöse Shops betreuen oft mehrere soziale Kanäle, um ihre Produkte möglichst weitgestreut anbieten zu können. Fake-Shop-Betreiber wollen diesen Anschein ebenfalls erwecken, indem sie häufig Buttons zu Facebook, Twitter, Instagram usw. auf der Seite integrieren.

Versucht ein Nutzer jedoch, diese Buttons anzuklicken, ist schnell klar, dass es sich bloß um Bilder handelt, die nicht verlinkt sind. Manchmal führen die Buttons einfach nur auf die Hauptseite des entsprechenden Social Media Kanals.

Bezahlungsoptionen
Bei seriösen Online-Shops kannst du neben Bankabbuchen und Kreditkartenzahlung auch mit PayPal und manchmal per Nachname bezahlen. Auf jeden Fall hast du eine Wahl, WIE du bezahlen möchtest.

Viele Fake-Shops führen den Nutzer in die Irre, indem sie auf der Hauptseite ebenfalls verschiedene Bezahlmethoden anführen. Allerdings kannst du am Ende doch nur per Kreditkarte bezahlen. Der Sinn dahinter: Einzüge per Bank und PayPal können zurückgezogen werden, bei Kreditkarten ist das schon schwieriger.

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Zudem sind Kreditkartendaten für Betrüger äußerst wertvoll und werden nur zu gern genutzt, um auf Kosten des Nutzers einzukaufen oder die Daten im Darknet weiterzuverkaufen.

Tipp: Hast du bei einem Fake-Shop mit deiner Kreditkarte bezahlt, solltest du schleunigst dein Kreditkarteninstitut kontaktieren und die Karte sperren lassen.

Fazit

Prüfe immer genau zuerst den Shop, bei dem du online kaufen möchtest. Hüte dich davor, voreilig mit der Kreditkarte zu bezahlen und lass dich nicht von günstigen Angeboten blenden.

Wenn du Zweifel hast oder dir dein Bauchgefühl sagt, hier stimmt etwas nicht: Glaube dir selbst! Lass die Finger davon und vergleiche die Preise mit vertrauenswürdigen Plattformen bzw. dem Original-Anbietern. Hier ist das Produkt zwar vielleicht teurer, aber dafür bekommst du es auch garantiert. Bei Fake-Shops läufst du immer Gefahr, dein Geld komplett zu verlieren oder minderwertige Warte zu erhalten, die gefälscht ist.

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