COVID-19: Täter geben sich an der Haustür als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus

COVID-19: Täter geben sich an der Haustür als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus

Von | 20. März 2020, 12:14

Betrüger an der Haustür nutzen eine neue Masche und setzen auf die Verunsicherung der Bevölkerung durch Corona-Tests (COVID-19).

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Unbekannte bedienen sich verschiedener Betrugsmaschen im Zusammenhang mit COVID-19

Betrüger geben sich als Personal des Gesundheitsamts aus oder geben sich am Telefon als Arzt aus.
Die Polizei rät zu besonderer Aufmerksamkeit bei unbekannten Personen an der Haustür.

Vorsicht – Betrüger nutzen die aktuelle Lage, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen oder Geld zu erschleichen. Via WhatsApp wird zudem folgende Warnung versendet:

Screenshot mimikama.at

Screenshot mimikama.at

Hallo ihr Lieben,
bei uns kommt gerade eine Meldung rein, das Leute von Haus zu Haus gehen und sich als Leute vom Gesundheitamt ausgeben. Sie sind ausgerüstet mit Mundschutz, Schutzanzug u.s.w. (Sieht ziemlich echt aus) und wollen die Menschen testen und in deren Wohnung gelangen. Diese Leute sind NICHT vom Gesundheitsamt. Es sind Betrüger, die sich die momentane Verunsicherung und Angst der Menschen zu Nutze mache. Bitte aufpassen und die anderen bitte informieren.
Lieben Gruß

Der Faktencheck

Sowohl die Polizei Stade, als auch die Polizei Südosthessen warnen vor Unbekannten, die die Angst vor dem neuen Coronavirus für sich nutzen:

WICHTIG: Bei Verdacht auf eine Erkrankung werden Corona-Tests ausschließlich angemeldet durchgeführt. Bei unangemeldeten Tests kann es sich um Betrüger handeln.

Kriminelle nutzen die Angst vor dem Corona-Virus momentan auf vielfältige Weise aus. Auf Fake-Shops bieten sie medizinische Geräte und Atemschutzmasken an, die Kunden nie erhalten. Oder sie geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld bei ihren Opfern zu erschleichen.

In der neuen Variante geben sie sich als Amtspersonen aus, die vor allem bei älteren Menschen Tests auf das Covid-19-Virus durchführen wollten. Tatsache ist: Es werden keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt!

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Diese Personen haben zumeist das Ziel, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen, um dort nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen zu suchen. Dazu geben sie sich als Hilfsbedürftige, Handwerker, Mitarbeiter der Stadtwerke oder aber auch als Amtsperson aus, beispielsweise Polizist.

Bei einer ähnlichen Variante geben sich die Kriminellen am Telefon als Ärzte aus. Sie behaupten der Angerufene stehe unter Verdacht, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Es würde eine Person vorbeikommen, die einen Test durchführt. Die Kosten hierfür: 200 Euro.

Wichtig zu wissen: Es werden keine flächendeckenden Tests durchgeführt. Ein Corona-Test muss angefordert werden. Erst dann kommen Tester, auf Verordnung Ihres behandelnden Arztes oder des Gesundheitsamtes, an einem abgestimmten Termin zu Ihnen nach Hause, um einen Test durchzuführen. Die Tester können sich ausweisen! Wenn der Test ärztlich angeordnet ist, entstehen hierfür keine Kosten!

Daher rät die Polizei zu besonderer Aufmerksamkeit bei unbekannten Personen an der Haustür.

Vorsicht vor Personen, die Corona-Tests durchführen wollen:

  • Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein Test angeordnet wurde.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Melden Sie solche Vorfälle Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle.

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Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention
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