Coronavirus: Die Arten des Nichtwissens

Coronavirus: Die Arten des Nichtwissens

Von | 17. März 2020, 10:45

Wissenschaft im Vergleich zu Esoterik und Verschwörungstheorien. Im Fall der komplexen Entwicklung des neuen Coronavirus ein schwieriges Thema.

Coronavirus: Die Arten des Nichtwissens – Das Wichtigste zu Beginn: Wissenschaftler versus Verschwörungstheoretiker: Beide Gruppierungen wissen nicht alles – mit dem Unterschied, dass sich die einen dessen bewusst sind und die anderen sich wiederum sicher sind, alles zu wissen.

Das Nichtwissen in puncto Coronavirus

Klingt erstmal nicht befriedigend, da man davon ausgehen kann, nicht alle Informationen zu erhalten, die man braucht.
Doch ist es wichtig zu entscheiden, um welches Nichtwissen es sich handelt.

„Dummes“ Nichtwissen

Verschwörungstheoretiker und Esoteriker haben Hochsaison. Einerseits hört man, es gäbe keine Epidemie, alles wäre erfunden, um von der gefährlichen 5G-Strahlung oder einer erneuten Flüchtlingswelle abzulenken. Andererseits soll es sich um eine gezielt eingesetzte Biowaffe handeln.

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Wunderheilmittel wie Salben und Pulver werden feilgeboten, Fernheilungen gezaubert. – Brandgefährlich, sich auf solche Mittel zu verlassen und die allgemein gültigen Vorsichtsmaßnahmen deshalb zu ignorieren.

US-Präsident Trump handelt wohl auch nach dem Motto „Es gibt keine dummen Fragen“ und fragt seine Experten, ob nicht etwa die Grippeschutzimpfung gegen das neue Coronavirus helfen würde. Zumindest ein bisschen. 2018 hat er sich von seinem Pandemie-Einsatzteam getrennt und es nicht ersetzt.

„Kluges“ Nichtwissen

Denjenigen, die nichts wissen, aber vorgeben, alles zu wissen und sämtliche Lösungen parat zu haben, stehen die Wissenschaftler gegenüber: Die, die sich seit langer Zeit mit Viren auseinandersetzen, sie analysieren, Krankheitsausbreitungen simulieren, Forschungen betreiben, um nützliche Wahrscheinlichkeitsprognosen machen zu können.
Sie operieren meist im Hintergrund, ihre Stimmen sind nicht so „laut“ zu hören wie die der Wunderheiler. Sie wissen, dass sie noch nicht alles wissen.

Derzeit können auch die hervorstechendsten Experten noch nicht genau sagen, was passieren wird. Zu komplex ist die Ausbreitung des Virus. Für viele ist es daher schwer nachzuvollziehen, dass hier keine konkreten und absolut sicheren Handlungsempfehlungen kommen.

Wie handelt man nun wirklich?

Gesunder Realismus ist gefragt. Eine schwierige Forderung bei so vielen unklaren Faktoren und der vorherrschenden Unsicherheit.
Die Situation schön zu reden, um sich unangenehmen Beschränkungen und Maßnahmen zu entziehen, wäre genauso wenig ratsam wie in Panik zu verfallen und den Teufel an die Wand zu malen.

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Immerhin erhalten wir von der Wissenschaft sinnvolle Hinweise, wie wir uns verhalten sollten. Darum noch einmal: Kontakte reduzieren, Menschenansammlungen vermeiden, Hände waschen und ruhig bleiben.

Quelle: futurezone.at
Artikelbild: Formatoriginal / Shutterstock

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