Entsprechend erreichten uns Nachfragen verunsicherter Nutzer, die gerne mehr zum Realitätsgehalt des Videos wüssten und vor allem, ob das Hundeleder auch hier nach Deutschland exportiert werden würde.

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Hunde gelten in Deutschland häufig als beste Freunde des Menschen, und umso bestürzter sind viele Menschen über die von Peta veröffentlichten Videoaufnahmen aus der chinesischen Provinz Jiangsu.

In dem Video werden die noch lebendigen Hunde geschlagen, gehäutet und gequält.

Das im Video dargestellte Leid der Vierbeiner ist schwer in Worte zu fassen, und ein Mitarbeiter erwähnte gegenüber Peta, dass sich dieses Elend tagtäglich wiederhole und 100 bis 200 Hunde so zu Tode kämen, um dann weiter zu Handschuhen oder Fellverzierung verarbeitet zu werden. Umso verständlicher ist die Sorge vieler Menschen, dieses Leid indirekt zu unterstützen, indem hier in Deutschland erworbene Bekleidung mit Fell aus einer solchen Tötungsanlage entstammt.

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Auch im einleitenden Text zum Video von Peta selbst heißt es:

“Wie soll man sich bei so vielen Großhändlern, die billiges Leder aus China importieren, sicher sein, dass die Lederhandschuhe, die Geldbörse oder ein Lederbesatz nicht aus Hundehäuten ist? Ich bitte Sie, an die verängstigten, gestohlenen Hunde zu denken, die geschlagen und gehäutet werden – und jedes Echtleder von ihrer Einkaufsliste zu streichen”

Quelle: PETA

Das Video selbst scheint echt zu sein, und auch der Import von Lederwaren aus China ist zunächst erst einmal legal. Hierbei wird jedoch differenziert, Tiere, die bei uns als Haustiere gelten unterliegen seit 2009 einem Importverbot.

Offiziell ist es demnach untersagt, Hundefelle aus China nach Deutschland zu importieren. Berechtigt ist jedoch der Einwand, dass dies zu selten und zu wenig konsequent geprüft wurde, um so tatsächlich ausschließen zu können, dass das Fell oder Leder nicht von einem hier als Haustier geltenden Vierbeiner stammt. Wer dies gänzlich ausschließen möchte, sollte vollständig auf Echtfell verzichten. Besondere

Vorsicht ist bei zu günstigen Preisen für Lederartikel geboten, denn damit der geringe Kaufpreis in den Geschäften realisiert werden kann, muss an anderer Stelle gespart werden, und das ist leider zu oft am Tierschutz.

In den sozialen Medien haben sich viele Diskussionen zum Thema verselbstständigt, neben der immer wiederkehrenden Diskussion zur Doppelmoral bei der Unterscheidung von Haus- und Nutztieren wurde den in dem Video dargestellten Mitarbeitern sogar der Tod und Schlimmeres gewünscht.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass diese Mitarbeiter keine „Monster“ sind. Sie werden von den Konsumenten zu dem gemacht, was sie sind, haben eigene Familien die sie ernähren müssen und schlichtweg keine Chance, aus diesem System auszubrechen, welches der Endkonsument so, wie es stattfindet, bestimmt. Bevor also regelrechte Shitstorms gegen Einzelne stattfinden lohnt es, über die eigene Einstellung zu Wertigkeit nachzudenken.

Fazit:

Das Video scheint echt zu sein und ist bei investigativen Untersuchungen in China entstanden.

Aufgrund der Nachfrage nach billigem Leder sind die Produktionsbedingungen entsprechend schlecht und folglich die Qual der Hunde unermesslich.

Trotz eines Importverbots von Hundefell nach Deutschland kann aufgrund fehlender Aufsicht und Kontrolle keine Garantie dafür gegeben werden, dass Handschuhe und Fellsätze nicht aus Hundeleder sind.

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