Update 26.9.2015 – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Neuruppin und der Polizeidirektion Nord  – OHV

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Unbekannte Täter haben in Hennigsdorf und vermutlich an weiteren Orten ein gefälschtes Schreiben des Landkreises Oberhavel verteilt. Darin werden die Bürger aufgefordert, Wohnraum über 12 qm pro Person je Haushalt den Behörden zu melden, um diesen für die Unterbringung von Asylbewerbern nutzen zu können. Dazu wurden unberechtigt ein Briefbogen im Layout des Landkreises Oberhavel genutzt, die Kontaktdaten des Pressesprechers angegeben und dessen Unterschrift gefälscht.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat wegen dieses Sachverhalts ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Volksverhetzung eingeleitet und das Dezernat Staatsschutz der Polizeidirektion Nord mit der Führung der Ermittlungen beauftragt. Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen können zurzeit noch nicht mitgeteilt werden. [Quelle: Polizei Brandenburg]

Mimikama: FAKE

Eine bitterböse Fälschung gibt sich als Brief des Landrates kursiert seit Freitag (25.09.2015) im Landkreis Oberhavel.

Mit diesem Brief wird derzeit böseste Stimmungsmache betrieben und auf den ersten Blick ist dieser Brief sehr authentisch aufgebaut und geschrieben. Uns wurde zur Prüfung dieses Schreiben vorgelegt.

Hinweis! Dieser Artikel hat NICHTS mit den Wohnungskündigungen in NIEHEIM (Ostwestfalen) zu tun, die Kündigungen in Nieheim sind kein Fake und HIER zu lesen.

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Auch wenn alle Adress- und Namensangaben korrekt sind und missbräuchlich in diesem Brief genutzt werden, so handelt es sich dennoch um eine Fälschung!

Der angeblich unterzeichnende “Ronny Wappler informiert in einer echten Stellungnahme:

25.09.2015

Gefälschtes Landratsschreiben kursiert in Oberhavel / Kreis stellt richtig: Keine Beschlagnahmung von Privatwohnungen und Einrichtungen

Ein fingiertes Schreiben auf dem Kopfbogen des Landrates kursiert seit Freitag im Landkreis Oberhavel. Darin heißt es, dass der Landkreis nunmehr privat genutzten Wohnraum für die Unterbringung von Asylbewerbern überprüfe und jeder Person nur 12 Quadratmeter Wohnraum zustünden. Darüberhinausgehender Wohnraum werde demnächst Asylbewerbern zur Verfügung gestellt.

 

„Das ist eine ganz perfide Methode, die Bemühungen des Landkreises bei der Unterbringung von Asylbewerbern zu unterlaufen und die Bürgerinnen und Bürger zu verunsichern“, distanzierte Landrat Ludger Weskamp sich von dem Schreiben. „Rechte Kreise versuchen, auf diese Art und Weise die Arbeit der Verwaltung lahmzulegen. Wir werden unverzüglich Strafanzeige erstatten. Die Fälschung kommt wie der Wolf im Schafspelz daher. Man bedient sich unseres Kopfbogens, zitiert Passagen von der Internetseite des Landkreises und bittet um Verständnis. Das alles soll glaubwürdig klingen. Bitte lassen Sie sich davon nicht in die Irre führen und informieren Sie auch Ihre Nachbarn über die Fälschung.

Ich habe es bereits mehrfach gesagt: Die Situation bei der Unterbringung von Asylsuchenden in Oberhavel ist angespannt. Aber: Es hat bislang im Landkreis keine Beschlagnahmungen gegeben – weder von Privatwohnungen noch von Einrichtungen. Und es sind auch keine Beschlagnahmungen geplant.“

Ludger Weskamp dankte all jenen, die sich bei der Unterbringung und Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen engagieren. Er betonte, dass sich die Verwaltung des Landkreises auch weiterhin mit aller Kraft für eine menschwürdige Unterbringung einsetze und rief die Bürgerinnen und Bürger nochmals dazu auf, dem Landkreis auf freiwilliger Basis ungenutzten Wohnraum anzubieten. „Wir bitten diejenigen Vermieter, die kurzfristig, aber auch zur dauerhaften Nutzung Wohnraum anbieten können, sich mit dem Fachbereich Soziales und Integration in Verbindung zu setzen. Auch Untermietverträge mit Privatpersonen sind möglich.

Die Mehrheit unserer Gemeinschaft wird sich auch von dieser Spielart menschenverachtender Machenschaften nicht beeindrucken lassen.“

Kontakt für Vermieter: FB-Soziales@oberhavel.de

Dieses Schreiben hatten viele Bürgerinnen und Bürger in und um Hennigsdorf im Briefkasten:  Download

Quelle dieses Statements: Oberhavel.de

Nochmals: der Brief, welcher verteilt wird, ist eine Fälschung und entspricht nicht der Wahrheit!

Ebenso gibt es in Dresden ein Schreiben dieser Art, welcher eine Fälschung ist.

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Zu diesem Brief gibt es folgende Information:

Unbekannte haben am Freitag, 25. September 2015, im Bereich der Karlsruher Straße möglicherweise auch in weiteren Stadtteilen ein Flugblatt in Umlauf gebracht, welches sich mit der Inanspruchnahme von genutzten Wohnungen für Flüchtlinge auseinandersetzt. Darin wird unter der Überschrift „Unterbringung von Asylbewerbern in derzeit privat genutztem Wohneigentum“ die Überprüfung privat genutzter Wohnungen anempfohlen. Man habe das Ziel, freien Wohnraum zu ermitteln, so dass diese Wohnungen Asylbewerbern zugewiesen werden können. Unterzeichnet wurde das Flugblatt vermeintlich von einer Mitarbeiterin des städtischen Sozialamtes.
Die Landeshauptstadt Dresden ist für den Inhalt dieses Flugblattes nicht verantwortlich. Sie distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten des Flugblattes. Die Verwendung des städtischen Logos und des Namens der Mitarbeiterin wurden nicht autorisiert. Die Landeshauptstadt Dresden prüft nunmehr strafrechtliche Schritte gegen die missbräuchliche Verwendung des städtischen Logos und des Namens.

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