Wer noch immer der Meinung ist, dass das weibliche Geschlecht nahe am Wasser gebaut wäre, hat sich geschnitten. Vor allem am Arbeitsplatz sind Männer weitaus emotionaler als Frauen und ziehen gerne den Chef ins Vertrauen.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Männer sind am Arbeitsplatz weitaus offener für Emotionen als Frauen und vertrauen ihrem Chef sogar sehr private Dinge an, um eine schlechtere Leistung zu rechtfertigen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forschungsarbeit des Unternehmens Perkbox.

Folgen für die Leistung

Für die Erhebung befragte Perkbox 1.050 britische Manager und Angestellte.

Demnach würden rund 60 Prozent der Männer mit ihrem Chef über sehr private Probleme, wie eine schmerzhafte Trennung oder einen Todesfall in der Familie, reden, wenn das die Leistungsbereitschaft am Arbeitsplatz beeinflusst.

Gerade einmal die Hälfte der Frauen würde dies ebenso tun.

Das Alter spielt eine Rolle. 50 Prozent derjenigen, die sich ihrem Chef anvertrauen würden, sind zwischen 35 und 54 Jahre alt, während von den älteren Angestellten nur etwa 20 Prozent ähnlich offen sind.

„Heutzutage ist das Büro ein Theater, in dem sich viele der alltäglichen menschlichen Dramen entfalten – Liebe, Hass, Freundschaften und Konflikte spielen sich unvermeidlich auch in unserem Vollzeitjob ab. Die emotionale Intelligenz zu haben, sich durch diese Herausforderung zu navigieren, ist absolut überlebensnotwendig, um Emotionen am Arbeitsplatz zu regulieren und deren Auswirkungen auf Kollegen zu verstehen“,

erklärt Chleu Cao von Perkbox. Nur 28 Prozent der britischen Vorgesetzten finden emotionale Intelligenz unwichtig.

Emotionale Intelligenz

„Die Emotion am und für den Arbeitsplatz hängt davon ab, welchen emotionalen Nutzen man daraus zieht. Ein Arbeiter mit einfacher Tätigkeit zieht vor allem seinen Lebensunterhalt daraus. Versorgung und Zusammenhalt der Familie hängt vom Einkommen ab, an dem er in erster Linie interessiert ist. Bei Managern ist das anders. Sie wollen eine Bestätigung und Erhöhung ihres Selbstwertgefühls. Dieses wird aber auch über die Höhe des Einkommens reguliert. Mit dem Einkommen eines Arbeiters wäre ein Manager nicht zufrieden“,

erklärt Psychologe Wolf-Dietrich Zuzan gegenüber pressetext.

Laut dem Report ist auch eine zu starke emotionale Bindung schädlich für den Arbeitnehmer.

„Für die Arbeit zu leben, ist wie jede Einseitigkeit gefährlich. Der Erfolg des Managers hängt auch von der Großwetterlage ab und er kann daher auch ohne eigenes Verschulden keinen Erfolg haben. Sein Selbstwertgefühl wird aber durch den Misserfolg sehr ramponiert und kann im Extremfall zum völligen Dekompensieren führen“,

resümiert Zuzan abschließend.

Quelle: pressetext

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady