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Durch eine fiktive Mitfahrzentrale konnte ein 26-jähriger Schaffner aus Bonn eine Summe von 22 911 Euro erbeuten und machte so 881 Passagiere unbewusst zu Schwarzfahrern

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Wie auf der Website der Bonner Rundschau berichtet, musste sich in Bonn nun ein 26-jähriger Schaffner im Falle von gewerbsmäßigen Betruges und Untreue vor dem Amtsgericht verantworten.

Durch eine frei erfundene Mitfahrzentrale des Bonners, konnte er virtuelle Tickets im Wert von 7 bis 113 Euro veräußern und machte in 881 Fällen Passagiere der Deutschen Bahn zu Schwarzfahrern.

Im einem Zeitraum von Mai 2013 bis Januar 2015 bot er Gruppenfahrkarten unter den Namen “Daniel” an und teilte den Käufern schließlich mit, er könne an der Fahrt selbst nicht teilnehmen, doch der Schaffner wüsste Bescheid.

Er verkaufte ausschließlich Tickets für Fahrten, bei denen er selbst als Zugbegleiter tätig war, so ließ er die Menschen im Glauben, sie hätten eine reale Fahrkarte erworben und kontrollierte die Käufer selbst.

Kollegin stieg in Geschäft ein

Eine Kollegin des Schaffners aus Köln, beteiligte sich an dieser Betrugsmasche.

Zusammen erbeuteten sie einen Betrag von 2 396 Euro von der Gesamtsumme von 22 911 Euro.

Der Schaden für die Deutsche Bahn beläuft sich auf sage und schreibe 95 934 Euro.

Betrug letztendlich aufgedeckt

Auf einer Fahrt von Basel nach Köln flog die illegale Geschäftemacherei des 26-Jährigen nun doch auf:

Ein 41-jähriger Kollege kontrollierte einen Teil der Gruppenticket-Käufer.

Verwundert über dieses für ihn unbekannte Verkaufsmodell der DB, registrierte er sich bei der fiktiven Mitfahrzentrale seines Kollegen und buchte Fahrkarten.

So konnte er den Betrüger überführen.

Der Angeklagte hofft nun auf Einigung vor dem Gericht, doch im Falle von gewerbsmäßigen Betruges und Untreue stehen ihm womöglich eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu einem Jahr bevor.

Am Mittwoch, 12. Oktober 2016, wird der Prozess fortgesetzt.

Quelle: Bonner Rundschau