Silvester. Das ist eigentlich Feiern, gerne auch einen Trinken und von mir aus auch Rumböllern. Nur wenn man im Nachhinein dann liest, dass Rettungskräfte beschossen werden, ja gar verletzt werden und auch zudem noch Rettungsfahrzeige beschädigt werden, setzt mein Verständnis vollends aus.

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Am Ende muss sich dann auch niemand wundern, wenn es Einschränkungen oder gar Verbote geben könnte, denn das geht wirklich zu weit.

Böllern oder nicht böllern

Im Speziellen von Tierbesitzern gibt es im Vorfeld zu Silvester immer wieder die Bitte, keine Feuerwerke oder Knallkörper zu zünden. Bei Menschen hingegen kann man geteilte Meinungen beobachten: die einen verziehen sich für 30 Minuten in eine sichere Ecke des Gebäudes, andere starren fasziniert in den Himmel und beobachten die bunten Farben. Feuerwerke faszinieren viele Menschen und zudem handelt es sich bei Silvester um einen traditionellen Brauch (wo wir ja augenscheinlich in Zeiten leben, in denen wir unsere traditionellen Bräuche keinen Millimeter weichen wollen).

Dennoch arten Feuerwerke und Beteiligte an Feuerwerken immer wieder aus, an manchen Stellen mutet der Jahresübergang fast einem Kriegsspiel an. VICE Deutschland veröffentlichte hierzu ein Video aus Neukölln.

Zugegeben, dass sind keine Bilder, die bundesweit gelten, dennoch zeigen sie ein gewisses verstörendes Bild der von Silvesterfeierlichkeiten. Leichtsinnigkeit, Maßlosigkeit und eine gehörige Portion Übermut. Warum zum Teufel warnt man im Vorfeld von Silvester, dass man beispielweise Raketen beim Abfeuern nicht festhalten soll? Um es dann in einem Video danach sehen zu können?

Angriffe auf Polizei und Feuerwehr

In Duisburg vermeldeten Polizei und Feuerwehr zwar eher eine ruhige Nacht, merkten dennoch deutlich einen Negativaspekt an:

Leider ist anzumerken, dass die Feuerwehr in diesem Jahr wieder Opfer von Raketenbeschuss wurden. So wurden Einsatzkräfte in Homberg auf der Fahrt zum Brand Ottostraße massiv mit Raketen und Böllern beschossen. In Huckingen wurde einem Rettungswagen ein Böller durch die offenen Seitenscheibe geworfen und explodierte im Fahrzeug. Ein Kollege wurde dabei verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

In einem Polizeibericht der Duisburger Polizei zu Silvester lautet es:

Auch in Duisburg griff die Unsitte um sich, Einsatzfahrzeuge mit Feuerwerkskörpern zu bewerfen. Bei einem Streifenwagen blieb es gegen 00:50 Uhr auf der Moerser Straße bei einer beschädigten Seitenscheibe. Einen Feuerwehrmann verletzten Unbekannte in Huckingen allerdings mit einem Böllerwurf durch die offene Seitenscheibe.

Schade, dass es solche Meldungen geben muss.

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