Bielefeld? Gibt´s doch gar nicht. Für 1 Million.

Von | 22. August 2019, 12:56

Good bye Bielefeld-Verschwörung! Seit 25 Jahren halten Verschwörungstheoretiker an dem Gerücht fest, dass es Bielefeld in Wirklichkeit gar nicht geben soll. Die Stadt will nun endgültig mit diesem Hoax aufräumen und bietet ein Preisgeld von einer Million Euro.

1994 hatte der Kieler Informatikstudent Achim Held eine Satire online in Umlauf gebracht: „Bielefeld gibt es gar nicht!“ Dieser Spruch erwuchs recht schnell zum nahrhaften Boden einer Verschwörungstheorie, die sich auch noch nach 25 Jahren hartnäckig hält.

Die Marketingabteilung der Stadt will nun mit der Aktion „Die #Bielefeldmillion – Das Ende einer Verschwörung“ diesem Gerücht ein endgültiges Ende bereiten.

„Wenn du beweisen kannst, dass es Bielefeld wirklich nicht gibt, gewinnst du 1 Million Euro.“

Erfinder des Hoaxes, Achim Held, unterstützt die Aktion. Die Stadt zeige damit, dass sie humorvoll mit der einstigen Satire umgeht. Der Geschäftsführer der Bielefelder Marketing-Abteilung, Martin Knabenreich, zeigt sich laut WDR ebenso optimistisch:

„Wir sind gespannt auf die kreativen Einsendungen und uns zu 99,99 Prozent sicher, dass wir jeden Beweis widerlegen können.“

Bis zum 4. September können Beweise eingeschickt werden. Sollte jeder der Beweise widerlegt werden, wird sich die Stadt in einer offiziellen Zeremonie – gemeinsam mit Schöpfer Achim Held – von der Bielefeld-Verschwörung verabschieden.

Danach heißt es also: „Bielefeld gibt es!“

Mehr Informationen zur Bielefeld-Verschwörung

Auch wir hatten bereits 2014 das erste Mal über diese Verschwörungstheorie berichtet.

Laut Theorie sind die wahren Verschwörer eigentlich gar nicht bekannt. Es heißt immerzu „SIE“ bzw. „IHNEN“ – wichtig ist die Großschreibweise. Vermutungen, wer hinter der Verschwörung steckt, reichen von der CIA bis hin zum MOSSAD, dem Omega-Sektor, einem versteckten, schlafenden Drachen aus dem 4. Zeitalter oder dem esoterischen Weltenlehrer Asthar Sheran. (Man versetze sich ins Jahre 1994 zurück.)

Fahrzeugkennzeichen, die Postleitzahl der Stadt und sämtliche Internetauftritte sowie die Universität im Zentrum sollen allesamt Fälschungen sein. Wer behauptet, dass es Bielefeld tatsächlich gibt, soll einer Gehirnwäsche unterzogen worden sein.

Die Bielefeld-Verschwörung lieferte auch Stoff für einen Film, der 2010 produziert wurde.

Weitere Quellen: Spiegel Online, Interview mit Achim Held
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