Amazon macht oft Schlagzeilen, zumindest bei Mimikama. Doch diesmal handelt es sich nicht um eine Fälschung.

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Oft versenden Betrüger angebliche Mails von Amazon an seine Opfer und fordern diese somit auf, sich über den vorgegebenen Link anzumelden. Geht der Empfänger der Aufforderung nach, landen seine Kontodaten bei Cyberkriminellen.

Gegen Phishing kann man sich schützen, indem man diese Mails erkennt und nicht auf ihre Lockrufe herein fällt, bei echten Zahlungen hat nun Amazon selbst die Sicherheit erhöht. Und zwar mit einem interessanten Verfahren!

Selfie, Affe, Selbstportrait, Macaca Nigra, Schopfaffe

Gestenerkennung

Kontoinhaber sollen mit einem Selfie oder einem kurzen Video den Bezahlvorgang abschließen können. Amazon verspricht seinen Kunden mit der Kombination aus Gesichts- und Gestenerkennung eine höhere Sicherheit für Kundenkonten. Vor Abschluss des Zahlungsvorganges wird der Kunde nach dem Zufallsprinzip aufgefordert, mit Hilfe eines Selbstporträts oder Selfie-Videos bestimmte Gesten oder Bewegungen zu machen.

“Zu lachen, zu zwinkern oder den Kopf zu neigen”, so heißt es im Patentantrag. Da es schwierig ist, ein Gesicht dreidimensional zu kopieren, soll mit dieser Methode die Sicherheit verstärkt werden.

Selfie-Pay auch für Mastercard interessant

Anfang März 2016 hatte auch Mastercard angekündigt, Selfie-Pay vorerst in England und bis Sommer in weiteren Ländern einzuführen. Das Selfie soll dann mit einem in der Datenbank hinterlegten Motiv abgeglichen werden.

Die ersten Testergebnisse von 750 Personen liegen bereits vor. “Drei von vier Personen, hätten gesagt, dass biometrische Bezahlverfahren die Betrugsgefahr senken dürften.”

Aber Moment…

Die Zeit berichtete bereits im Dezember unter dem Titel “Diese Augen können lügen”, dass Biometrie und Sicherheit nicht ganz so zusammenpassen.

Jan Krissler, Forscher von der TU Berlin, stellt Systeme, die biometrische Merkmale zur Authentifizierung verwenden, in Frage. Solche Sicherheitssysteme könne man mit einem gut gemachten Foto (Auflösung 1.200 dpi) täuschen. Diese Fotos haben viele von uns sogar schon im Netz.

Wenn man dem Programm ein Foto vorhält und mit einem Stift kurz über die Augen schwenkt, wird das vom Programm sogar als Blinzeln erkannt.

Und dass man einen Fingerabdruck-Scanner mit einer normalen Knetmasse austricksen kann, demonstrierte uns “Vkansee”.

Demnach stellt sich ernsthaft die Frage, wie weit wir der neuen Technologie vertrauen können und ob es hier auch kein Hintertürchen für Betrüger gibt.

Quelle:

zeit.de,
golem.de,
derstandard.at

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