Artikelbild: Shutterstock / Von Art Alex
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Derzeit versenden Kriminelle allgemein gehaltene Mails mit dem Betreff „Bewerbung für Ihre Stellenausschreibung“.

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So sieht eine solche Mail aus:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Sehr geehrte Damen und Herren,

über die Internetseite des Arbeitsamts habe ich Ihr offenes Stellenangebot gefunden.
Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung in Verbindung mit meiner kontinuierlichen und selbständigen Weiterbildung bin ich davon überzeugt, die mit der herausfordernden Stelle verbundenen Anforderungen zu Ihrer Zufriedenheit erfüllen zu können.

Im Anhang erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen. Passwort: 9821

Ich verfolge das Ziel, die angeeigneten Fertigkeiten gewinnbringend für Ihr Unternehmen einzusetzen. Darüber hinaus möchte ich mich kontinuierlich weiterentwickeln, damit ich Ihrem Unternehmen stets als qualifizierter Mitarbeiter zur Verfügung stehe.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich wenden. Auf eine persönliche Vorstellung, in der ich Sie von meinen fachlichen Kenntnissen und meiner Motivation überzeugen kann, würde ich mich freuen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Was geschieht, wenn man das Dokument öffnet?

Öffnet man das Dokument, dessen Passwort tatsächlich immer 9821 ist, sieht man eine Grafik, die vortäuschen soll, dass es sich um ein „kodiertes“ Dokument handelt, welches erst lesbar ist, wenn man die Bearbeitung und die Skripte in Word aktiviert:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Achtung!
Durch diese Aktivierung des Inhaltes wird ein im Dokument enthaltenes, schädliches Skript ausgeführt, welches Malware und Trojaner auf dem PC installiert. Bei uns verhinderte Kaspersky die Ausführung des Skriptes:

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Bei einem Blick auf das Zertifikat konnten wir auch erkennen, dass das Skript eine Verbindung mit einem anderen Computer aufbauen will.

Screenshot: mimikama.at
Screenshot: mimikama.at

Betrüger haben damit die Möglichkeit, direkt auf den Computer des Nutzers zuzugreifen und schädliche Software darauf zu installieren.

Wie können Unternehmen sich schützen?

Es gibt einige Schritte, die gesetzt werden können, um Firmennetzwerke bestmöglich vor derartigen Angriffen zu schützen:

  • Mitarbeiter/innen sollten darauf geschult werden, Dateianhänge nur mit größter Vorsicht zu öffnen. Bei jeglicher Unsicherheit müssen weitere Angestellte und Kolleg/innen hinzugeholt werden.
  • Auf Firmencomputern sollte jeweils ein Benutzer- und ein Administratorkonto angelegt werden. Wird standardmäßig nur das Benutzerkonto genutzt, kann eingestellt werden, dass jegliche Programminstallation eine Freigabe durch das Administratorkonto benötigt. Unbemerkte Installationen von Programmen sind somit unmöglich.
  • Die automatisierte Ausführung von ‚Makros‘ in Microsoft Word sollte unbedingt deaktiviert und bei einer unerwarteten Abfrage zur Ausführung abgelehnt werden. Diese Makros können ansonsten umgehend beispielsweise Trojaner oder Spyware herunterladen und Systeme und Firmennetzwerke infizieren.
  • Betriebssysteme und Programme sind auf dem aktuellen Stand zu halten. So werden Systeme am besten vor diversen Sicherheitslücken geschützt.
  • Extern gespeicherte und verschlüsselte Backups sind ebenso unerlässlich wie aktuelle Firewalls und Virenprogramme.
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