-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Du hast von Amazon eine Bestellbestätigung über ein hochwertiges Smartphone erhalten?  Diese besagt ebenso aus, dass der Einkauf über 699 € ungewöhnliche Aktivitäten aufweise? Dann Vorsicht: die einzige ungewöhnliche Aktivität ist diese Mail an sich, denn mit Hilfe eines vorgetäuschten Einkaufes in eine gefälschten Mail versuchen Betrüger an echte Daten zu gelangen.


SPONSORED AD
-Produktempfehlung: Kaspersky lab-


Uns wurden zu dieser Mail zwei verschiedene Varianten zugesendet, die sich nahezu ähneln, jedoch im Betreff einen kleinen Unterschied aufweisen, sowie auch in jeder Mail eine andere URL aufgerufen wird:

  • Ihre Amazon.de Bestellung von Sony Xperia Z5 Premium
  • Ihre Amazon.de Bestellung von Samsung Galaxy S7 EDGE
  • Ihre Amazon.de Bestellung von Iphone 6s 16 GB

Ansonsten sind diese Mails komplett identisch in Aufbau und Ablauf.

image

Der Inhalt dieser Mail im barrierefreien Klartext lautet:

Guten Tag ,

Durch das von uns entwickelte System zur Erkennung von Betrugsversuchen , was unter anderem Ihren Standort der Bezahlvorgänge miteinander vergleicht, war es uns nicht möglich diesen Vorgang eindeutig Ihrem Handeln zuzuordnen.
Bei der letzten Überprüfung ihres Accounts sind uns ungewöhnliche Aktivitäten aufgefallen,
im Bezug auf ihre hinterlegten Zahlungsmittel und ihr Zahlverhalten.
Bitte bestätigen Sie ihre hinterlegten Informationen, damit sie ihren Account wieder in vollem Umfang nutzen können.
Führen Sie Ihren Datenabgleich baldmöglichst durch.
Sollten Sie nicht innerhalb der nächsten 4 Tage Ihren Datenabgleich ausführen,
sperrt unser System automatisch Ihren Amazon-Zugang unwiederuflich.

Klicken sie hier um ihre Daten zu bestätigen

Diese Mail stammt NICHT von Amazon! Betrüger haben hier eine Bestellbestätigung nachgebaut und versuchen nun, die Empfänger zu verunsichern, so dass diese auf den Link in der Mail klicken und auf gefälschte Seiten geleitet werden.

Betrug!

Der Phishingschutz von Kaspersky Internet Security schlägt direkt an: es handelt sich bei der Mail und ihrem eingebauten Link um einen Betrugsversuch!

image
(60 Tage Kaspersky Internet Security Multi-Device 2016 testen hier klicken)

Wie eingangs beschrieben, liegt uns diese Mail mit zwei verschiedenen Adressen vor, die dort eingebettet sind: zum einen  ist es die URL amazon-kundenlogin.de, aber auch zu der Adresse paymentsecure-amazon.de wird in gelleitet.

Hinter beiden Adressen verbergen sich jedoch die folgenden, gefälschten Konstrukte: auf manipulierten Eingabefeldern soll man persönliche Daten preisgeben. zunächst die eigenen Logindaten.

image

Kleiner Hinweis: die Logindaten muss man interessanterweise zwei Mal eingeben, nach dem ersten bestätigen erscheint die gleiche Seite nochmal, was wirken soll, als hätte man bei der ersten Eingabe einen Fehler gemacht. Gibt man nun ein zweites Mal seine Daten ein, hat das für die Betrüger einen Bestätigungseffekt: zwei mal dieselben Daten zeigt, dass diese echt sein müssen.

Danach wird man zu weiteren gefälschten Seiten geleitet, welche zunächst persönliche- und Adressdaten abfragen, aber auch sensible Bankdaten.

image

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.