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Mit vorgetäuschten Zugriffen und angeblichen Bestellungen werden Nutzer getäuscht!

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Das Ziel dabei: Die Adressaten dieser Täuschung sollen sich dazu verleiten lassen, auf einer gefälschten Webseite Eingaben zu machen, welche direkt in den Händen von Betrügern landen. Als Köder dient dabei eine erfundene Geschichte, in der behauptet wird, dass jemand missbräuchlich den Amazon Account genutzt hätte. Der Artikel Old Pulteney 23 Jahre Bourbon Cask Malt Whiskey im Werte von 265 € plus Versand wäre gekauft worden. Im gleichen Atemzug wird man informiert, dass es sich um einen unrechtmäßigen Zugriff handeln würde und daher der Account vorsorglich gesperrt wurde.

Nette Geschichte, nichts davon stimmt. Es handelt sich um einen Köder. Dieses Scheinargument wird verwendet, um dich auf eine gefälschte Webseite zu locken. Dabei ziehen die Betrüger alle Register: Das Amazon-Logo wird verwendet, der Rechnungsaufbau von Amazon wurde nachgebildet und selbst die Absendernennung manipuliert und man findet als Absender den Begriff „Kundenservice” vor.

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Besonders interessant: Hier hat jemand lediglich eine alte Betrugsmethode recycled! Da die E-Mail nicht aus Klartext besteht, sondern eine eingebettete Grafik ist, beinhaltet diese Mail veraltete Daten und weist auf eine Zustellung am 01. Dezember 2017 hin. Zu diesem Zeitpunkt tauchte diese Mail tatsächlich vermehrt auf und war auch mit Klartext gestaltet.

Auch für die aktuelle Grafik-Variante gilt: Zwei Elemente sind an dieser Stelle interessant! In der Mail wird als Empfänger der Waren ein „Süleyman Kayacan” angegeben. Der ist natürlich ebenso frei erfunden, hier wird suggeriert „Ausländer betrügen” und durch die Nennung dieses Namens ein Rassismus-Trigger genutzt, um das inhaltliche Argument glaubhaft zu gestalten. Wir haben bereits eine Reihe von E-Mails dieser Machart gefunden (vergleiche). Neu ist an dieser Stelle der Whiskey als vermeintlich gekauftes Produkt, im Regelfall handelt es sich in dieser Art der Phishingmails meist um Smartphones.

Phishing!

Es handelt sich bei dieser E-Mail natürlich um einen Phishingbetrug. Sowohl diese Variante, wie auch die vielen ähnlich aufgebauten Mails verweisen auf Webseiten, die um die Eingabe persönlicher Daten bitten. In diesen Fällen blockierte unsere Antivirensoftware direkt die Webadresse mit dem Hinweis, dass es sich um eine Phishing-Webadresse handelt:

Hier gilt: Der angebliche Verifizierungsprozess ist eine Falle! Betrüger wollen hier lediglich gültige Daten von Amazonnutzern abgreifen.

Was du machen kannst!

Hast Du den Verdacht, dass eine E-Mail oder Webseite zum Zwecke des Phishings gefälscht ist, kannst Du uns diese gerne weiterleiten über [email protected] Wir schauen uns das an. Auch Amazon freut sich übrigens über eine Weiterleitung der E-Mail an [email protected] Wichtig ist es erstmal, auf Mailadressen bzw. URLs zu achten. Diese sind ein erster, wichtiger Hinweis. Allerdings können auch Absender-Mailadressen gefälscht werden!

Solltest Du Dir unsicher sein, ob es sich um eine Phishing-Attacke handelt, kannst Du dich grundsätzlich auch einfach auf der eigentlichen Homepage des angeblichen Absenders einloggen, hier also beispielsweise bei www.amazon.de. Sollten wirklich einmal Daten benötigt werden, dann wird man dort aufgefordert, diese einzugeben.

Ist man bereits auf eine Phishing-Attacke hereingefallen, ist es wichtig, sofort alle verwendeten Passwörter und PINs zu ändern sowie die Kreditkarte beziehungsweise die Bankdaten beispielsweise durch eine Sperre unbrauchbar zu machen. Zudem sollte man einen ausführlichen Sicherheitscheck mit den betroffenen Geräten (Laptop, Smartphone und Co.) durchführen sowie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Lösche die E-Mail und klicke auf keinem Fall Links darin an. Falls du dein Amazon-Konto sicherheitshalber dennoch überprüfen möchtest, gib in die Adresszeile des Webbrowsers „amazon.de“ von Hand ein und und melde dich auf der echten Webseite mit deinen Zugangsdaten an. Du wirst dann sehen, dass keine Legitimation nötig war!

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