Immer wieder gibt es Meldungen auf Facebook, welche (teils auch mit Foto) Übergriffe auf Personen beschreiben.

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Mimikama: Information

Diese Meldungen sind grundsätzlich schwer zu beurteilen, ganz besonders dann, wenn sie aus persönlicher Quelle stammen und weder eine Orts- oder Zeitangabe haben. Hier können wir uns dann nur auf Meldungen von Polizei und Behörden stützen, eine persönliche Stellungnahme aus dem Bauch heraus käme nicht in Frage.

Daher können wir nicht auf die Bilder eingehen, welche Verletzungen zeigen, sofern es dazu keine Meldungen bei Polizei oder Behörden gibt. Noch gesteigerter wäre es sogar, wenn ein Threadersteller direkt schreibt, dass ja die Polizei darüber schweigen müsse: hier beißt sich die Katze in den Schwanz und jede Art von Aufklärung macht sich überflüssig, da sie ja bereits im Vorfeld in Frage gestellt wird.

So unter ähnlich zum Beispiel geschehen in einem aktuellen Post, welcher mit den Worten endet: “Morgen werde ich zur Polizei gehen, bin mir aber zu 100 Prozent sicher das ich keine Chancen habe werde da was durch zu kriegen.”

Stop! Es gibt da was …

Bei folgendem Bild handelt es sich um einen Fake!

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Dieser Fake ist bewusst herbeigeführt und wird zunächst mit diesen Worten untertitelt:

WICHTIG!!! BITTE KOMPLETT LESEN!!!
Servus Leute, ich war heute Abend mit meiner Tochter noch eine Runde spazieren, die gleiche Runde wie jeden Abend. Uns kamen dann drei Männer entgegen, alle drei recht dunkel gekleidet mit Kapuze – konnte es leider nicht genauer erkennen. Deutsch haben sie nicht gesprochen, sie haben nur ein aufforderndes: „Money“ mit ausgestreckter Hand rausgebracht. Als ich I… Mehr anzeigen

Bei diesem Statusbeitrag ist es tatsächlich wichtig, wirklich komplett zu lesen. Denn dort erfährt man im Anschluss noch eine wichtige Information:

Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 1)

Als ich Ihnen versucht habe klarzumachen, dass ich kein Geld dabei habe, haben sie den Kinderwagen mit meinem Kind darin umgeschmissen und sind auf mich losgegangen. Sie haben auf mich eingeprügelt und mir meinen Geldbeutel und Handy gestohlen, danach sind sie weggerannt. Wie soll das in unserem Land noch weiter gehen mit diesen Asylanten und Flüchtlingen, macht doch mal die Augen auf!!!

Ach nein sry, es war ganz anders: Ich habe einen Freund gefragt ob er mein Bild bearbeiten kann und mich aussehen lässt als wäre ich zusammengeschlagen worden, lediglich um ein bisschen Rechtspropaganda unter die Gesellschaft zu mischen, um die Menschen gegen andere Menschen aufzuhetzen, weil jeder glaubt was er liest und sieht. Nur in einem Punkt habe ich die Wahrheit gesagt: Leute macht endlich die Augen auf, glaubt nicht immer alles was ihr seht sondern hinterfragt das ganze.
Hoffe ich konnte zum Nachdenken bewegen.

Bei dieser Meldung, welche bewusst zum Nachdenken vom Verfasser entworfen wurde, haben wir das Originalbild zugesendet bekommen, an dem man deutlich sehen kann, wie es möglich ist, Verletzungen im Zweifelsfall zu fälschen.

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Meldungen aus privater und persönlicher Quelle

Im Regelfall ist es für uns jedoch kaum möglich, ähnliche Meldungen zu bearbeiten. Daher lassen wir diese unkommentiert. Wir können nur eins raten:

wer wirklich ein Opfer eines Überfalls geworden ist, sollte sofort und ohne Umwege zur Polizei. Egal, was passiert ist: nicht Facebook, sondern die Polizei ist nach einem Verbrechen der erste Ansprechpartner. Es besteht auch kein Grund zur Angst oder Scham, sondern der direkte Weg zur Polizei ist der einzig Richtige.

Wer ein Handy hat (was heutzutage nahezu lückenlos gegeben ist) kann direkt über das Handy einen Notruf tätigen, man muss also gar nicht erst die Polizeidienststelle aufsuchen. Zu beachten beim Notruf per Handy:

Beachten sie, dass wenn sie den Notruf 110 über Handy anrufen, sie örtlich nicht immer bei der nächsten Leitstelle der Polizei ankommen.
Immer dann, wenn sie den Notruf 110 wählen, signalisieren die Telefoncomputer in den zentralen Leitstellen der Polizeibehörden höchste Annahmepriorität. Speziell geschulte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte stehen rund um die Uhr für die Gesprächsannahme zur Verfügung.

(Quelle: Polizei NRW)

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