Ja, aber bereits 2013

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Zu diesem “aktuellen” Artikel erreichten uns etliche Anfragen:

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Veröffentlicht wurde dieser am 22.11.2017.

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Zu lesen ist dort:

Unbegreifliche Geschichte aus China! Wie eine Frau so handeln kann, ist völlig unbegreiflich. Dieses Baby hat eine furchtbar grausame Attacke der einen Person überlebt, die sich eigentlich am meisten um ihn kümmern sollte: Seine Mutter!

Die Mutter des 8 Monate alten Xiao Bao stach 90 Mal mit einer Schere auf ihren Sohn ein, weil er sie beim Stillen gebissen hatte. Dabei stach sie ihn vor allem in den Kopf, den Hals und ins Gesicht. Derzeit erholt sich der kleine Bub im Spital von seinen Verletzungen. Mehr als 100 Stiche waren nötig, um die Wunden zu schließen. Gott sei Dank sind die Verletzungen nicht tief, Xiao Bao hat keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten und wird „nur“ Narben davon tragen.

Folgt man dem anschließenden link zu MissMum, findet man noch folgende ergänzende Information:

Xiao Bao lebt mit seiner Mutter und zwei Onkeln in der chinesischen Provinz Xuzhou. Es war einer der Onkel, der den kleinen Bub in einer Blutlache liegend fand. Die Nachbarn flehten die Regierung anscheinend schon länger an, das Kind aus der Obhut der Mutter zu befreien. Bis dato ist nichts dergleichen geschehen. Die Rechtfertigung: Die Mutter würde an einer psychische Krankheit leiden, mit den beiden Onkeln hätte das Kind noch zwei Vormünder, die sich um ihn kümmern könnten.

Derzeit erholt sich der kleine Bub?

Das stimmt so nicht, denn auch wenn die Geschichte leider wahr ist, so hat sie sich bereits 2013 zugetragen. Also vor 4 Jahren. Der Junge ist jetzt über fünf Jahre alt. Es steht zu hoffen, dass er sich in den zurückliegenden Jahren erholt hat.

Die Mutter hatte ca. 90mal auf den Jungen eingestochen, weil er ihr beim Stillen in die Brust gebissen habe.

Diese Geschichte ist zwar wahr, wird aber bei der vorliegenden Seite als aktuell „verkauft“, obwohl sie schon über vier Jahre zurückliegt.

Hier wird ein sehr emotionales Thema genutzt, wahrscheinlich um mehr Klicks und likes zu generieren. Ob das Müttermagazin aber selber auch auf diese Masche hereingefallen ist, da es sich auf das Magazin Miss Mum bezieht, lässt sich nicht sagen.

Was aus Mutter und Kind geworden ist, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Sollte von unseren Lesern jemand etwas darüber wissen, sind wir für Hinweise dankbar.

Autorin: Anke M., mimikama.at

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