Am Samstag, den 04.03.2017 kam es in der Flüchtlingsunterkunft in Haldern zu massiven Ausschreitungen. Bei dem dadurch ausgelösten Polizeieinsatz wurde ein Beamter schwer verletzt. Ein Video von Sat1.NRW, in dem die Vorkommnisse geschildert werden, und das durch einen Facebook Nutzer veröffentlicht wurde, ist seither bereits über 100.000 Mal geteilt worden und erzeugt Aufmerksamkeit in den sozialen Medien.

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Die Bildunterschrift „Sofort teilen bevor es wieder gelöscht wird!!!“ impliziert, dass das Video zuvor bereits hochgeladen wurde und gelöscht wurde – dieser Sachverhalt konnte trotz eingehender Prüfung nicht nachvollzogen werden. Der Bericht selbst, und auch die Gewaltausschreitungen, sind so geschehen – es handelt sich nicht um einen Fake.

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es, dass acht Geflüchtete nach einem Einkauf mit Eisenstangen das Sicherheitspersonal bedroht haben, und nach dem vergeblichen Versuch, in den gesicherten Wachraum einzudringen, Mobiliar und Fensterscheiben zerschlagen hätten. Ob die Täter alkoholisiert waren wurde von offizieller Seite bislang nicht bestätigt. In der Berichterstattung von Sat1.NRW heißt es, dass die Täter wieder auf freiem Fuß seien. Straflos werden sie aller Wahrscheinlichkeit nach dennoch nicht davonkommen:

„Alle Personen wurden schließlich dem Polizeigewahrsam zugeführt. Ein Strafverfahren wegen Schweren Landfriedenbruchs, Widerstandes, Bedrohung, Körperverletzung und Sachbeschädigung wurde eingeleitet“

Ob und wie lange die Täter festgehalten werden obliegt dem Ermessen der Staatsanwaltschaft. Da die Ermittlungen noch andauern, bleibt abzuwarten, welche Strafe die Täter erhalten. Aufrufe zur Selbstjustiz und Hasstiraden in den sozialen Netzwerken beschleunigen das Strafverfahren nicht, sondern behindern es im Gegenteil eher.

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65849/3576636

Artikel Vorschaubild: Chaikom / Shutterstock.com

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