Magdeburg – In der Nacht vom 23. auf den 24.6. kam es um 2 Uhr morgens in der Landeshauptstadt zu massiven und gezielten Übergriffen auf Polizeibeamte.

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Das Polizeirevier Magdeburg ist mit Unterstützung des Zentralen Einsatzdienstes und der Bereitschaftspolizei seit Wochen verstärkt im Bereich des Hasselbachplatzes präsent, um immer wiederkehrende Ruhestörungen und Straftaten zu verhindern. Ab ca. 2 Uhr, eskalierte die Situation, nachdem es im Vorfeld wiederholt zu Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigungen und Flaschenwürfen auf Polizeifahrzeuge gekommen war. Beamte die vor Ort eine Anzeige aufnehmen wollten, wurden von zahlreichen „Schaulustigen“ angepöbelt, bedroht und beleidigt.

Weitere Unterstützungskräfte wurden mit Flaschen und Steinen beworfen. Dabei verletzte sich mindestens ein Beamter schwer (Platzwunde am Kopf). Weitere 14 Beamte wurden von Flaschen und/oder Steinen getroffen und sind leicht verletzt.

Nachdem alarmierte Beamte der umliegenden Reviere mit zum Teil enormen Anfahrtswegen, der Bundespolizei und Einheiten der Bereitschaftspolizei aus Magdeburg und Halle eingetroffen waren, gelang es die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nach ersten Schätzungen waren etwa 150 zum Teil erheblich alkoholisierte und aggressive jungen Menschen an den Tumulten beteiligt. Bis in die Morgenstunden kam es wiederholt zu Körperverletzungen untereinander und Übergriffen auf Polizeibeamte.

Sieben Personen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen. Die Dokumentation der Sachbeschädigungen dauert an. Erste Anwohner meldeten beschädigte Fahrzeuge. Darüber hinaus wurden Pflastersteine und Verkehrsschilder herausgerissen, Baustellenmaterial, Blumenkübel und Mülltonnen umhergeworfen.

Insgesamt waren 110 Polizeibeamte im Einsatz. Strafverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, Sachbeschädigung und Beleidigung wurden eingeleitet

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