Seit einiger Zeit verunsichert die Augengrippe viele Menschen. Ein Video warnt jetzt davor, dass sich der Ursprungsherd in Bonn befindet und sich die Erkrankung immer weiter ausbreitet. Doch wie gefährlich ist die Augengrippe wirklich?

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Auf der Webseite “Neuestens” informiert ein Video darüber, dass die hoch ansteckende Augengrippe aus Bonn stammen soll und sich immer weiter ausbreitet.

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Gibt es die Augengrippe wirklich, oder ist es nur reine Panikmache?

Fakt ist: Die Augengrippe gibt es wirklich.

Aber was steckt hinter dieser Erkrankung? Wie gefährlich ist die Augengrippe?

Symptome der Augengrippe

Starke Rötung der Augen, die Bindehäute geschwollen, Tränenfluss und lästiger Juckreiz, für die Betroffenen der Augengrippe ist sie echt unangenehm. In Bonn breitet sie sich besonders schnell aus und ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Das Gesundheitsamt spricht von rund 100 Fällen, die Dunkelziffer dürfte aber viel höher liegen, vermuten Fachleute.

Gut beschäftigt ist der Augenarzt Sven Kulus, der seine Praxis in Bad Godesberg zum Augengrippenzentrum umgerüstet hat und dort nur noch Patienten behandelt, die sich bereits angesteckt haben.

Um das Virus weiter einzudämmen, hat er seinen Kollegen angeboten deren Adennopatienten ebenfalls zu behandeln. Seine Hände sähen vom ständigen Desinfizieren bereits furchtbar aus, schildert er dem WDR, er hält die Vorsichtsmaßnahmen aber für angemessen, denn die Viren sind, wie erwähnt, hoch ansteckend.

Lange Inkubationszeit

Das hinterlistige an der Augengrippe sei die lange Inkubationszeit, die Erkrankten können bis zu zwölf Tage ohne jegliche Symptome sein, können in der Zeit aber durchaus andere Personen anstecken.

Es gibt bekanntlich für alles eine Statistik, so auch für das Augenreiben, das jeder Mensch statistisch gesehen 14 Mal am Tag erledigt, da die Adenoviren auch über die Tränenflüssigkeit verbreitet werden können, ist das natürlich eine hervorragende Möglichkeit sie weiterzugeben.

Neben der „Augengrippe“, die am häufigsten ausgelöst wird, können die Adenoviren noch weitere Erkrankungen auslösen, so zum Beispiel befallen sie auch die Atemwege und den Magen – Darm – Trakt.

Antibiotika helfen nicht

Die Viren sind aber nicht nur hoch ansteckend, sondern auch sehr widerstandsfähig, mit Antibiotika ist ihnen nicht beizukommen. Wer sich mit der Augengrippe ansteckt, braucht deshalb auch viel Geduld, rund eine Woche sind die Symptome bemerkbar. Manche Patienten haben noch monatelang mit einer Trübung der Augen zu kämpfen.

Wichtigster Rat der Ärzte ist äußerste Hygiene, Patienten sollten ihre eigenen Handtücher und Taschentücher benutzen und darauf verzichten sich ins Auge zu fassen. Fremdkontakt ist sofern möglich zu vermeiden, Sauna und Schwimmbad Tabuzonen für die Dauer der Erkrankung. Zur Desinfektion gibt es spezielle Mittel, diese müssen auch Adenoviren abtöten.

Menschen aus und in Bonn sollten vorsorglich die Ratschläge der Ärzte sehr genau nehmen und auf strenge Hygiene achten!

Quell: WDR, Neuestens

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