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Die Facebook-Community ist empört. Fast im Minutentakt bekommen wir Anfragen zu einem Video, auf dem man einen Mann erkennen kann, der einem kleinen Hund (PitBull) mit einer Schere das Ohr abschneidet.

Seit knapp 12 Stunden recherchieren wir und haben vieles darüber gelesen. Das Video wurde von einigen Seiten veröffentlicht und Tausende Kommentare gab es dazu. Einige Nutzer meinten, dass der Mann nur etwas gutes tun wollte, denn der Hund hätte eine Entzündung am Ohr gehabt (oder auch einen Parasiten) und da er sich keinen Tierarzt leisten konnte, hat eben der Halter des Hundes das Ohr mittels einer Schere entfernt. oder “Ich glaube nicht, dass er dem Hund wehtun wollte ich denke , dass er ihm Helfen will ich geh davon aus, dass der Hund sich verletzt hat wahrscheinlich irgendwo stecken geblieben und der Mann hat seine Wunde gereinigt und desinfiziert!”

Dem ist nicht so. Der Mann hat bewusst hier gehandelt.

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Bei diesem Statusbeitrag steht:

WAS FÜR EIN DRECKIGER !!!!
– TEILT DAS BILD; DAMIT DER GEFUNDEN WIRD!!!!

Das Teilen wird im deutschsprachigen Raum keinen Sinn machen. Solche Statusbeiträge wühlen die Facebook-Community nur noch auf. Ausserdem wurde der Mann bereits zu einer Geldstrafe verurteilt.

Unsere Recherche ergab:

Diese Recherche gestaltete sich sehr schwierig. Fündig wurden wir schlussendlich in MEXICO bzw. auch in SPANIEN. Viele Webseiten und Zeitungen haben ebenfalls bereits über diesen Fall berichtet.

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Mittlerweile kennen wir auch bereits den Namen und sein Herkunft. Diese werden wir an dieser Stelle jedoch nicht veröffentlichen.

Bei unserer Recherche sind wir jedoch auch auf ein zweites Video gestoßen. Beide Videos wurden am 18.3.2014 auf dem Facebook-Profil des Mannes veröffentlicht. In diversen Berichten liest man, dass er die Hunde “kupiert” hat. Damit sich der Hund keine Infektion einfängt, hat er wahrscheinlich das Mittel “Gentian Violett” verwendet. Dies ist auch im Video zu sehen.

Anmerkung 1.: Beim Kupieren der Ohren wird das Ohr in einer Metallklemme („Kluppe“) eingeklemmt. Nachdem das Ohr beschnitten wurde, werden die Ränder vernäht, damit sich ein Wundrand bildet. Die Ohren werden dann unter Spannung über den Kopf des Hundes mit Klebeverband befestigt, damit sich die Wundränder nicht zusammenziehen können und somit die neue Form der Ohren beeinträchtigt wird. Infektionen kann durch eine Antibiotikatherapie vorgebeugt werden.

Anmerkung 2: Gentian Violett wird für die Behandlung  von Pilzinfektionen  (z. B. Flechte, Fußpilz ) verwendet. Es hat aber auch eine schwache antibakterielle Wirkung und kann auf kleinere Schnitte und Schürfwunden ebenfalls verwendet werden, um Infektionen zu verhindern.

Zwar gibt es in jenem Bundestaat (in Mexico) aus dem der Mann stammte, ein Tierschutzgesetz (Dez. 2013) , dass dies (Kupieren)  VERBIETET, aber diese Gesetzt wurde bis heute nicht veröffentlicht!

Anmerkung 3: In vielen Ländern Europas ist das Kupieren bei Hunden mittlerweile verboten, in der Schweiz seit 1997, in Deutschland seit 1987 (Ohren) und 1998 (Schwanz), in Österreich seit 2000. Ausnahmen sind Amputationen aus medizinischer Indikation (z. B. Tumore, Schwanzabriss) oder in Deutschland bei jagdlicher Nutzung nach § 6 Tierschutzgesetz. Dieses Kupierverbot gilt auch dann, wenn der Eingriff in den Ländern durchgeführt wird, wo dies noch erlaubt ist. In die Schweiz, nach Österreich und einige andere europäische Länder dürfen kupierte Hunde auch nicht mehr eingeführt werden (Ausnahmen sind Kurzbesuche von Ausländern, ein Nachweis der Amputation infolge medizinischer Indikation oder nachweisliches Kupieren vor Inkrafttreten der Bestimmungen).

Mittlerweile gibt es auch schon eine Petition auf change.org dazu. Laut unseren letzten Informationen wurde der Mann zu eine Geldstrafe von 16.000 Dollar verurteilt.

Hier noch ein weiterer Zeitungsausschnitt:

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WAS AUCH IMMER HIER GESCHEN SEIN MAG, DIESE VIDEOS GEHÖREN NICHT AUF FACEBOOK!

An dieser Stelle dürfen wir auf die Petition auf change.org verweisen: http://www.change.org/es-LA/peticiones/llamado-a-toda-la-sociedad-justicia-contra-eloy-vega-serrano-en-querétaro-méxico-por-maltrato-animal

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