Weihnachtlicher, festlicher und christlicher kann ein Markt kaum sein, als der Elmshorner Lichtermarkt rund um die St. Nicolai-Kirche

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Ein Kommentar von Beate aus dem Mimikama-Team

Ein vom Himmel schwebender Engel eröffnet den Markt am 27.11.2017 um 18.00 Uhr, die zwei Elmshorner Weihnachtsengel schalten wie in den Vorjahren die Lichter an, ein Raunen geht sicher wieder durchs Publikum. Es gibt rustikale Holzbuden, geschmückt mit Lebkuchen, in denen sich alles findet, was der weihnachtlich gestimmte Besucher begehrt: Kunst und Kitsch, Glühwein, Süßigkeiten, Deftiges.

Das alles festlich umrahmt von aufwändig illuminierten Bäumen und Häusern, die dem Fest seit 2007 seinen Namen geben. Dieses Jahr gestaltet von der Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn. 50 geschmückte Weihnachtsbäume verbreiten festliche Stimmung, Mittelpunkt des Markts ist eine 12 m hohe Tanne. Elmshorner Weihnachtstasse und Christbaumkugel wurden extra für den Markt designt. In der und um die Kirche werden weihnachtliche Konzerte und Veranstaltungen stattfinden.

Es gibt sogar Schauhütten wie Santas gute Stube und die Polarhütte. Außerdem Kutschfahrten, eine Weihnachtsparade und den Auftritt des Weihnachtsmannes mit Fotoshooting.
Das ist ja schon fast vorweihnachtlicher Overkill und der Markt lockt damit seit 10 Jahren Publikum aus weitem Umkreis an. Nämlich seitdem vom Stadtmarketing neue Beleuchtungen für die Innenstadt und für den Weihnachtsmarkt initiiert wurden. Da dessen Attraktion seitdem die aufwändige Illuminierung ist, wurde er 2007 erstmals Lichtermarkt genannt.
2011 initiierte die Stadt ein Fotoshooting, an dem 40 Elmshorner Kinder teilnahmen. Das auf dem Plakat abgebildete Mädchen gewann den Wettbewerb und ziert seitdem das Plakat, das zum Lichtermarkt einlädt.
Mein Vorschlag an all die Leute da draußen, denen dieser wunderschöne Markt und dieses zauberhafte Kind nicht gefallen:
Bitte, kümmert Euch erst mal darum, dass der Dresdener Striezelmarkt, der Bautzener Wenzlsmarkt, der Hildburghausener Glühweinmarkt, der Nürnberger Christkindles- und Münchener Christkindlmarkt und der Haller Nikolausmarkt zügig in Weihnachtsmarkt umbenannt werden.
Geht ja wohl gar nicht, dass hier unsere gute alte Tradition des Weihnachtsmarktes mit Füßen getreten wird und das schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten (Die beiden vorherigen Sätze beherbergen natürlich Ironie, traurig, dass man das heutzutage extra betonen muss)! Oder nein, lieber doch nicht, denn ich weiß diese Vielfalt, so wie die meisten anderen Menschen in Deutschland zu schätzen und erfreue mich daran. Apropos Vielfalt: Zwei der ältesten und beliebtesten Weihnachtsmärkte in Deutschland, mit jahrhunderte alter Tradition, sind der Dresdener Striezelmarkt und der Nürnberger Christkindlesmarkt. Und ja: Das sind wirklich Weihnachtsmärkte, auch ohne Weihnachten im Namen. Das geht! Und ist guter alter Brauch!
Einfalt statt Vielfalt, das scheint das Motto von vielen besorgten Mitmenschen zu sein. Egal ob zum Martinstag oder zu Weihnachten, die sprachliche Vielfalt in Deutschland scheint manchen Menschen Angst zu machen. Das ist schade, denn gerade die lokalen Unterschiede machen doch den Reiz unseres schönen Landes und seiner vielfältigen Traditionen aus.
Im Kern sollte doch nur die Weihnachtsbotschaft an sich wichtig sein und nicht das drumherum, das jeder nach eigenem Geschmack gestalten kann.
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