Die Identität eines bereits im Januar erfrorenen Irakers in einem Waldstück bei Dorfhain (Sachsen) ist geklärt: es handelt sich dabei um einen Mann, über den wir bereits Juni 2016 berichtet haben.

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Ein Abgleich der Fingerabdrücke hat bestätigt, dass es sich bei dem jungen Mann um denselben Mann handelt, der wenige Monate zuvor von einer Bürgerwehr aus einem Discounter gezerrt worden ist und mit Kabelbindern an einen Baum gebunden wurde. Bei dem Mann handelte sich um einen Patienten aus dem sächsischen Krankenhaus Arnsdorf, welches ein psychiatrisches Fachkrankenhaus ist.

Zu dem Fall im Sommer: Der junge Iraker ist in dem Supermarkt mehrfach erschienen, da er nach Angaben der Polizei in dem Netto-Markt am 20. Mai 2016 eine Telefonkarte für sein Handy gekauft habe, welche er jedoch nicht aktivieren konnte. Auch in Kreisen der Bürgerwehr hat man offenkundig von dem Dilemma gewusst, dass der Iraker Probleme mit seiner Handykarte hatte. Das führte dazu, dass man auf sein Eintreffen vorbereitet war und die Szenerie nicht nnur ausführlich filmen konnte, sondern auch zeitig die Bürgerwehr eintraf und auf eine eskalierende Situation bildlich eingefangen wurde: aufgrund der Kommunikationsprobleme geriet der junge Mann bei seinem mittlerweile dritten Besuch aufgrund der SIM-Karte im Markt so in Rage, dass er eine Flasche Wein aus einem Regal nahm und damit die Filialleiterin, sowie eine Mitarbeiterin bedroht hatte. Verletzt wurde dabei niemand, ebenso kam es zu keiner Diebstahlshandlung oder einer Sachbeschädigung.

Doch es kam eben zu dieser erwarteten Handlung, die dementsprechend gefilmt und durch die Bürgerwehr aufgelöst wurde.

Kein Zusammenhang

Dennoch stehen diese Vorkommnisse nach ersten Ermittlungsergebnissen in keinem Zusammenhang mit dem Tod des Mannes. Der Mann, der erst am letzten Montag (17.04.2017) gefunden wurde, ist an Unterkühlung bereits im Januar verstorben und die Leiche weist einen hohen Verwesungsgrad auf. Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung konnten nicht festgestellt werden.

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