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“Möge die Macht mit dir sein” Das wohl bekannteste “Star Wars”-Zitat weltweit. Wissenschaftler entdeckten auf Twitter weit mehr als nur Zitate des beliebten SiFi-Epos.

Denn auf der Social Media Plattform schlummert eine ganze “Star Wars”-Armee, bereit jederzeit tausende an “Star Wars”-Zitaten auf Twitter zu verbreiten.

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Wie beim ‘Hamburger Abendblatt’  und auf ‘New Scientist’ berichtet, entdeckten Wissenschaftler des University College Londons ein Bot-Netz von über 350.000 Twitter-Bots, die rein Zitate aus den “Star Wars”-Romanen twittern.

Seit 2013 schlummert die Armee auf der Social Media Plattform und wartet nur darauf von einem Bot-Master wieder reaktiviert zu werden.

Zu Beginn ihrer Schöpfung waren sie äußerst aktiv, doch seit einigen Jahren war die Zitate-Flut verstummt.

Dabei haben gängige Methoden zur Computer-Suche nach Bots die Fake-Accounts nicht aufgespürt, denn aufgefallen waren die Fake-Twitter-Konten erst bei einer zufällig ausgewählten Auswertung von sechs Millionen englischsprachiger Accounts.

Viele Tweets der “Star Wars”-Armee waren aus menschenleeren Gegenden gezwitschert worden, von Wasser- und Eisflächen aus.

Manchmal brachen die Zitate auch wegen der 140-Zeichen-Begrenzung mitten im Satz ab. Das machte die Forscher stutzig.

Welche Bedeutung haben diese Bots auf Internet-Nutzer?

“Im besten Fall geht es nur um Marketing,”

schreiben die Computerwissenschaftler Shi Zhou und Juan Echeverria Guzman.

Die Tatsache, dass solche Bots die Meinungsbildung manipulieren können, stufen die Wissenschaftler als “alarmierend” ein.

Jeder Bot für sich ist harmlos, orchestriert kann schon eine viel kleinere Zahl Twitter manipulieren. Wenn sie massenhaft zu einem Thema twittern, wird das Thema nach oben gespült, sie können den Eindruck erwecken, dass Zustimmung oder Widerstand bei politischen Entscheidungen gewaltig sind.

 

Zweck der “Star Wars”-Bots unklar

Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten die Fake-Konten als Follower zum Kauf angeboten worden sein oder für Spam genutzt werden.

Es könnte sich aber laut Jon Crowcroft, Computerwissenschaftler aus Cambridge, auch um das Experiment eines Amateur-Hackers gehandelt haben.

Die Bots schickten täglich rund 150.000 Tweets in einem Zeitraum von vier Wochen ab, bis sie dann verstummten.

In einem Statement erklärte Juan Echeverria, dass intensivere Forschung vonnöten sei, um vollständig zu erfassen, welche potentielle Sicherheitsrisiken von einem solch großen, gut verstecktem Bot-Netz ausgehen.

Artikel Vorschaubild: AKKHARAT JARUSILAWONG / Shutterstock.com

Quellen: Hamburger Abendblatt, New Scientist, Bot-Net Statement