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Es ist erst wenige Wochen her, da äußerte ich vorsichtig meine Angst über einen kleinen Scherz bezüglich arabischer Zahlen.

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Ich schrieb damals zu der Frage „Stimmt es, dass die Kinder ab dem nächsten Schuljahr arabische zahlen lernen müssen?” einen kleinen Text, den ich ursprünglich aufgrund der Fragestellung gar nicht verfassen wollte, doch aus Angst vor Menschen, die mit der Bezeichnung „arabischen Zahlen” nicht klarkommen, dann doch veröffentlichte.

Man muss einfach wissen: Die arabischen bzw. indo-arabischen Ziffern werden bereits seit Jahrhunderten in Europa angewendet. Daraus entwickelten sich die uns bekannten üblichen Ziffern 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9 und 0.



Diese Ziffern lösten bereits vor Langem die römischen Zahlen ab. In den letzten Jahren wurde immer wieder gerne scherzhaft der Zusammenhang zwischen arabischen Zahlen und einer mutmaßlichen Islamisierung aufgebaut. So auch am 30. August, als Uwe Faust von der Partei „Die Partei” dem saarländischen NPD-Politiker und Oberbürgermeisterkandidaten Otfried Best folgende Frage stellte:

„Herr Best, laut Baugesetzbuch, Paragraph 126, ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der durch die Gemeinde vorgegebene Nummer zu kennzeichnen. Jetzt ist mir erschreckend aufgefallen, dass in Völklingen viele Hausnummern mit arabischen Zahlen gekennzeichnet sind. Wie möchten Sie gegen die schleichende Überfremdung vorgehen?“

Die Antwort darauf – kein Fake! – findet sich in diesem Video:

Ich sollte also in Zukunft weiterhin Fakes und Scherze mit arabischen Zahlen ernst nehmen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Einhornkotze