Waiblingen – Die Polizei warnt vor einer bekannten Betrugsmasche im Zusammenhang mit der Aufforderung zum Kauf von Prepaidkarten.

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Mitarbeitern eines Drogeriemarktes in der Waiblinger Bahnhofstraße war ein älterer Herr aufgefallen, der am Dienstag und am Mittwoch Paysafe und I-Tunes-Karten im Wert rund 1.500 Euro erworben hatte. Auf Nachfrage gab er an, dass er angeblich von einem Bankmitarbeiter hierzu aufgefordert worden sei.

Die Warnung der Mitarbeiterin, dass er offensichtlich auf einen Betrüger hereingefallen sei, reagierte der Mann gereizt und ignorierte dies. Daraufhin meldete die Angestellte den Vorfall am Donnerstag der Waiblinger Polizei. Weitere Ermittlungen ergaben, dass vermutlich derselbe Herr am Mittwoch in einem weiteren Drogeriemarkt entsprechende Prepaid-Karten im Wert von 4.500 Euro erworben hatte. Hierzu war er sogar mehrmals in den Markt gekommen.

Die Polizei befürchtet, dass der ältere Herr die Karten nicht aus eigenem Antrieb erworben hat, sondern auf einen Betrüger hereingefallen ist, der nun unter einem Vorwand die Codes telefonisch abfragen wird, um das Guthaben einzulösen.

Die Polizei bittet den Herrn keine Codes telefonisch preiszugeben uns sich beim Polizeirevier Waiblingen, Telefon 07151/950-422 zu melden.

Weiter nimmt die Polizei den Sachverhalt auch zum Anlass, um erneut auf die bekannte und wiederkehrende Betrugsmasche hinzuweisen. Die Betrüger sind erfinderisch und lassen sich immer wieder neue Gründe einfallen, mit denen sie die die Opfer zum Kauf der Paysafe-Karten, I-Tunes Karten und anderen Bezahlkarten bringen.

Im Raum Schwäbisch Hall hatte bereits am Montag eine 40-Jährige einen Anruf einer Unbekannten erhalten, wonach sie bei einem Gewinnspiel 49.500 Euro gewonnen habe. Nun müsse sie zunächst 900 Euro Bearbeitungsgebühr mit Paysafekarten bezahlen. Die Frau fiel jedoch nicht darauf herein und verständigte die Polizei.

Die Polizei empfiehlt:

    • Übermitteln Sie niemals die Codes der erworbenen Prepaidkarten per Telefon oder E-Mail.
    • Wenn Sie nicht sicher sind, ob der Anrufer derjenige ist, für den er sich ausgibt, dann bestehen Sie auf einen Rückruf!
    • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und brechen Sie den Kontakt ab, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
    • Verständigen Sie ihre örtliche Polizeidienststelle, wenn sie Opfer eines Betruges wurden oder wenn sie einen Betrugsversuch erkannt haben.

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