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Mit diesen Tipps wird Ihre Wohnung sicherer! In Deutschland hat die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser im vergangenen Jahr weiter zugenommen. In der Kriminalstatistik wurden 2015 bundesweit 167.136 Fälle registriert, das sind fast zehn Prozent mehr als 2014.

Peter Benz von der technischen Prävention des Stuttgarter Landeskriminalamtes warnt

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

„Für Einbrecher ist das Eindringen über schlecht gesicherte Türen und Fenster ein Kinderspiel. Den besten Schutz bieten einbruchhemmende Fenster, Rollläden, Haus-, Balkon- und Terrassentüren. Zu erkennen sind sie an besonderen Siegeln“.

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(Bildquelle: www.flickr.com)

Qualitativ hochwertige, einbruchhemmende Produkte sind zum Beispiel mit dem VdS-Siegel versehen. Das Siegel ist meistens zusätzlich mit einer Skala aus ein bis drei Sternen versehen.

Mehr Sterne auf dem Siegel – desto besser ist die Schutzklasse des jeweiligen Produkts.

Der Experte rät – Einfacher Klopftest entlarvt unsichere Türen

Ob man seine Haus- oder Wohnungstür mit besonderen Maßnahmen gegen Einbruch sichern sollte, kann man laut Benz ganz einfach selbst testen.

„Klingt die Tür beim Klopfen hohl und ist leicht aus den Angeln zu heben, ist ein zusätzlicher Einbruchsschutz sinnvoll“, rät der Experte. Das betreffe besonders Wohnungstüren in Mehrfamilienhäusern.

Einbruchhemmende Lösungen im Überblick

Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes erklärt

Das Türschloss ist das Herz einer Tür. „Es sollte der Klasse 4 entsprechen, also einbruchhemmend sein“, so der Experte. „Schlösser mit Mehrfachverriegelung empfehle ich ab Klasse 3.“ Im Idealfall weisen sie sogar die Angriffswiderstandsklasse 2 auf, sind also bohrsicher.


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Tobias Enke, Sprecher der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ ergänzt

„Damit keine Nachschlüssel angefertigt werden können, gibt es Schließzylinder mit Sicherungskarte“.

Ein Schutzbeschlag ist genauso notwendig. Dieser umschließt den Schließzylinder eng und ist von der Innenseite stabil verschraubt. Er schützt den Profilzylinder und das Einsteckschloss. Idealerweise verfügt er über eine zusätzliche Zylinderabdeckung.

„Ist das nicht der Fall, muss der Zylinder mit dem Schutzbelag außen bündig mit maximal drei Millimetern abschließen“, erläutert Schmidt. „Der Profilzylinder sollte dann mit einem sogenannten Ziehschutz ausgestattet sein.“

Sperrbügel lässt Türschloss einen Spalt breit öffnen

Ein Kastenschloss mit Sperrbügel wird auf der Türinnenseite montiert und im Mauerwerk verankert – es erhöht so die Sicherheit der Tür. „Ist die Tür spaltbreit geöffnet, verhindert der Sperrbügel das Aufstoßen“, erläutert Schmidt.

Türrahmen muss stabil sein

„Jede Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Teil“, betont Enke. Oft sei dies der Türrahmen. „Ist er instabil, also nicht fest mit dem Mauerwerk verbunden, lässt er sich leicht aufhebeln.“ Um ihn zu sichern, gibt es spezielle Schließbleche. „Sie werden mehrfach im Mauerwerk verankert und sollten drei Millimeter stark sein“, erläutert Schmidt. Ebenso lässt sich der sogenannte Bandbereich der Tür, die Scharnierseite, verstärken. „Hierfür gibt es spezielle Bändersicherungen, die ebenfalls ins Mauerwerk greifen.“

Schwaches Türblatt ist kein Hindernis

Eine Schwachstelle ist auch das Türblatt. „Ein schwaches Türblatt sollte unbedingt verstärkt oder besser gegen ein massives ausgetauscht werden – etwa eine 40 Millimeter starke Vollholztür“, empfiehlt Schmidt.

Welcher Türspion sich eignet

Auch der Türspion lässt sich nachrüsten. „Verwendet werden sollten dabei ausschließlich Weitwinkel-Spione“, rät Enke. Auch wichtig: Der Bereich vor der Tür sollte immer gut beleuchtet sein, etwa mit Hilfe eines Bewegungsmelders.

Licht ist ein guter Einbruchschutz

Licht kann vor Einbrechern schützen. Deshalb ist es empfehlenswert, gefährdete Bereiche wie die Haustür, Seiten- und Hintereingänge abends und nachts auszuleuchten. Bewährt haben sich Lampen mit Bewegungsmelder.

Aufmerksame Nachbarschaft macht es Einbrechern schwerer

Auch ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn kann zum Einbruchschutz beitragen. Informieren Sie sich gegenseitig über verdächtige Personen oder das Auftauchen sogenannter Gaunerzinken in der Nachbarschaft. Das sind unscheinbare Zeichen, die organisierte Einbrecherbanden hinterlassen, um mögliche Zielobjekte zu kennzeichnen.

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(Bildquelle: www.flickr.com)

Zum Einbruchschutz während des Urlaubs Anwesenheit vortäuschen

Während der Ferien haben Einbrecher Hochsaison. Über Einträge in sozialen Netzwerken wie Facebook oder die Beobachtung von Gebäuden finden sie heraus, welche Häuser oder Wohnungen verwaist sind. Geben Sie Ihre Urlaubsreise also nicht öffentlich bekannt und versuchen Sie, in Ihrer Wohnung für die Dauer Ihrer Reise Anwesenheit vorzutäuschen.

Zeitschaltuhren steuern Licht und Rollläden. Alternativ kann man einen Nachbarn bitten, abends die Rollläden zu schließen. Wichtig ist es auch, einen überquellenden Briefkasten zu vermeiden. Hier können Nachbarn oder Bekannte helfen. Eine abonnierte Tageszeitung sollte man für die Dauer der Urlaubsreise abbestellen.

Auf Nebeneingänge achten

Sofern eine Nebeneingangstür vorhanden ist, sollte man ihre Widerstandsfähigkeit der der Eingangstür anpassen. „Wirkungsvoll nachrüsten kann man diese durch ein Querriegelschloss, massive Schubriegel, starke Vorlegestangen aus Holz oder Profilstahl im oberen und unteren Türdrittel“, zählt Schmidt auf. Handelt es sich dabei jedoch um eine Brandschutztür, dürfen nachträglich so gut wie keine Veränderungen vorgenommen werden. Die Lösung: „Zahlreiche Hersteller bieten sogenannte Multifunktionstüren an, die sowohl die Anforderungen des Brandschutzes wie auch der Einbruchhemmung erfüllen“, erklärt der Experte.

Einbruchschutz, der nichts kostet

Es gibt auch Möglichkeiten, sich gegen Einbrecher zu schützen, die nichts kosten. „Man sollte Türen immer zweimal abschließen, auch wenn man nur kurz weg ist“, empfiehlt LKA-Spezialist Belz. Außerdem erleichtern Aufstiegshilfen einen Einbruch. Oft benutzen Einbrecher Mülltonnen, Gartenmöbel, Leitern oder Rankgerüste für Kletterpflanzen, um auf einen Balkon oder das Garagen- beziehungsweise Carportdach zu gelangen. Von dort steigen sie im ersten Stock eines Gebäudes ein.

Mülltonnen sollten deshalb nicht frei zugänglich sein, sondern möglichst in einem abschließbaren Raum verstaut werden. Dasselbe gilt für Leitern. Wer beispielsweise das Reinigen seiner Dachrinnen unterbricht, um am nächsten Tag weiterzumachen, sollte die Leiter in der Zwischenzeit wegschließen.

Außerdem sollten Fenster und Fenstertüren beim Verlassen von Haus oder Wohnung stets geschlossen werden. Ein gekipptes Fenster stellt auch für wenig versierte Einbrecher kaum eine Hürde dar. Besonders gefährdet sind Erdgeschoss und Souterrain. Doch auch alle Fenster, die über Balkone, flache Dächer, Terrassen, Anbauten, Garagen- oder Vordächer erreichbar sind, können leicht zur Einstiegsstelle für Einbrecher werden.

Quelle:

http://www.zuhause.de/einbruchschutz-fuer-haus-und-wohnung-expertentipps/id_44181742/index