Angebliches Zitat von Margarete Bause ist ein Fake!
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Wir erhalten im Moment viele Anfragen zu einem Zitat, das angeblich von Margarete Bause stammen soll.

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Immer wieder tauchen Fake-Zitate im Internet und auch auf Social Media Plattformen auf.

Schnell wird etwas Gesagtes aus dem Kontext gerissen oder gleich etwas erfunden, mit einem alten Foto bebildert und rausgeschickt in das World Wide Web. Wer also ein Zitat zum Beispiel auf Facebook findet, sollte prüfen, ob das angeblich Gesagte auch wirklich stimmt.

So schreibt Margarete Bause auf ihrer Facebook-Seite:

+++ ACHTUNG FAKE +++
Seit letzter Woche kursiert ein Fakezitat von mir im Internet. Obwohl der verwendete Bildausschnitt über ein Jahr alt ist und das Zitat nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt, hat es sich rasant verbreitet. Die Folge: wüste Beschimpfungen und Drohungen gegen meine Mitarbeiter*innen und mich.

Die wahre Tragödie ist allerdings, dass dies kein Einzelfall ist. Tagtäglich werden dutzende – wenn nicht hunderte – Falschmeldungen wie diese verbreitet. Mit minimalem Aufwand fabrizieren rechte Blogs eine nicht enden wollende Propagandaflut im Netz. Ihr Ziel: Vorurteile schüren sowie Hass und Hetze verbreiten.

Und die Saat geht auf: Allein in diesem Fall waren mehr als 2.000 Menschen dazu bereit, ein dilettantisch bearbeitetes und offensichtlich fehlerhaftes Bild zu teilen und dadurch die Hetzjagd gegen Bündnis 90/Die Grünen und mich zu befeuern. Das zeigt zum einen wie verroht im politischen Diskurs agiert wird, zum anderen aber auch wie bereitwillig sich Menschen mittlerweile für Hass und Hetze instrumentalisieren lassen.

All dies ist kein neues Phänomen. Angefeuert von Rechtspopulist*innen und Rechtsextremist*innen verschiebt und radikalisiert sich der politische Diskurs bereits seit Jahren. Wo vor nicht einmal fünf Jahren laut aufgeschrien und gewarnt wurde, zucken viele mittlerweile teilnahmslos mit den Schultern. So selbstverständlich sind Hass, Hetze und Menschenfeindlichkeit geworden.

Wie der Frosch im Kochtopf bemerken viele die stetig steigende Temperatur selbst dann nicht, wenn es anfängt um uns herum zu brodeln und zu köcheln. So wie vor einem Monat als das Bundeskriminalamt neue Zahlen zur Gewalt gegen Geflüchtete herausgab und man sich darüber freute, dass die Brandanschläge auf Asylbewerberheime rückläufig seien – schließlich gäbe es nur noch jeden zweiten Tag einen.

Ich für meinen Teil möchte nicht weiter miterleben, wie eine lautstarke Minderheit die Politik und unser Land vor sich hertreibt. Damit das gelingt, braucht es keine Heldentaten, keinen großen Mut und auch nicht viel Zeit. Es reicht den Mund aufzumachen. Denn wie Kofi Annan richtig sagte: „Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit.“

Fake-Zitate im Internet

Frau Bause ist nicht die Erste, die direkt von Fake-Zitaten im Internet betroffen ist.

Gefälschte Zitate – vor allem von Politikern – kursieren bereits seit Jahren. Erst im Juli tauchte ein Fake-Zitat von Horst Seehofer auf oder man erinnere sich an die lange Tradition der Ostertag-Reihe.

Uwe Ostertag ist hierbei nach seinen eigenen Angaben (Vollzeit)Troll und versteht es, zeitnahe Themen aufzugreifen und Zitate daraus zu stricken, die durchaus als “echt” durchgehen würden.

Dafür musste er sich auch vor Gericht verantworten.

Trolle, wie Ostertag haben es relativ leicht, im Internet Falschnachrichten zu streuen, denn oft genießen sie den Status der Anonymität und geben erst gar nicht an, dass es sich um Satire oder erfundene Zitate handelt.

Merke dir also: Zuerst denken, dann klicken! Und angebliche Zitate gründlich prüfen.Zwinkerndes Smiley

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