Amazon: Nutzer erhalten Mahnungen für nicht bestellte Waren

Amazon: Nutzer erhalten Mahnungen für nicht bestellte Waren

Von | 7. April 2020, 14:49

Verbraucherzentrale warnt vor Datendiebstahl

In den letzten Wochen häufen sich Beschwerden von Brandenburger Verbrauchern, die per Post von der Arvato Payment Solutions GmbH zum Ausgleich vermeintlich offener Rechnungen beim Online-Händler Amazon aufgefordert werden. Die Rechnungen sind echt, obwohl die Verbraucher nichts bestellt haben. Sie sind Opfer von Datendiebstahl geworden. Die Verbraucherzentrale rät: „Handeln Sie umgehend und nehmen Sie Kontakt zum Absender auf!“

„Grundsätzlich ist es natürlich möglich, dass ein Kunde tatsächlich den Ausgleich einer rechtmäßigen Rechnung übersehen hat. Dann sollte der Verbraucher die Forderung umgehend bezahlen“

so Dr. Katarzyna Trietz, Chef-Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

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Auch Verbraucher ohne Amazon-Konto betroffen

In diesen Tagen erhalten jedoch vermehrt Verbraucher Post, die entweder gar kein Amazon-Konto besitzen oder deren Amazon-Konto keine offenen Forderungen aufweist.

„Hier liegt die Vermutung nahe, dass Betrüger mit den Daten der Verbraucher neue Konten generiert und Bestellungen bei Amazon aufgegeben haben, ohne diese zu bezahlen“

so Trietz weiter. Die Mahnung flattert nun den ahnungslosen Verbrauchern ins Haus, deren Daten ohne ihr Wissen benutzt wurden.

„Wir empfehlen, umgehend Kontakt zu Amazon und der Arvato Payment Solutions GmbH aufzunehmen und den Sachverhalt zu schildern. Zudem sollten Betroffene Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten“

sagt Trietz. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Daten auch für andere unseriöse Aktivitäten genutzt wurden. Daher rät die Verbraucherschützerin, weitere Post- und E-Maileingänge kritisch zu hinterfragen und Bankkonten regelmäßig auf unrechtmäßige Abbuchungen zu überprüfen.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg

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