Gefälschte E-Mail mit dem Betreff: “Betreff: Amazon.de | Ihr Einkauf wurde widerrufen”

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Abermals geben sich Internetbetrüger als “Amazon” aus und versenden gefälschte E-Mails. Diese E-Mails enthalten alle Elemente des echten Pendants: Rechnungs- oder Auftragsnummer, grafische Gestaltung bis hin zum Corporate Design, Artikelbeschreibung und Artikelnummer, eventuell sogar Empfängeradressen.

Diese Elemente lassen die gefälschten Rechnungen echt erscheinen, so dass häufig unbemerkt in eine Phishingfalle getappt wird. Und das ist ja auch der Sinn des Ganzen! Die Empfänger einer solchen Mail sollen ja eben nicht bemerken, dass es sich um eine Fälschung handelt. So wie auch bei dieser Mail, deren Absender sich als „Amazon” ausgibt  und den jeweiligen Empfängern erzählen will, dass ein Auftrag über 550,98 (547,99) EUR bei MediaMarkt vorliege:

image

Hinweis: Amazon und MediaMarkt haben beide mit der genannten Betrugsmasche nichts zu tun. Nicht nur der Nutzer, sondern auch beide Unternehmen werden bzw. wurden hier Opfer dieser Betrugsmasche, da Ihr Name und Ihr Logo missbräuchlich verwendet wurden.

Phishing-Warnung!

Nutzer sollten E-Mails immer sorgfältig lesen und abwägen, ob die in ihr gestellten Forderungen seriös wirken und berechtigt sind („Habe ich ein MacBook gekauft?“). Ein Kreditinstitut beispielsweise wird nicht verlangen, dringend ein Formular mit den eigenen Zugangsdaten auszufüllen, um das Konto zu schützen.

image

Bei gefälschten Webseiten ist eine bewährte Möglichkeit, die Adresse in die Adressleiste selbst einzugeben, anstatt auf Links zu klicken, die von Betrügern ggf. manipuliert wurden. An dieser Stelle besonders interessant: Eine Adresse mit gesicherter Verbindung wird genutzt, wie für Laien an dem Präfix „https“ zu erkennen ist. Dieses Zertifikat soll ein Indiz darstellen, dass es sich um die echte Webseite handelt, doch ist es an dieser Stelle lediglich Teil der Falle.

Hinzu kommt, dass häufig andere Funktionen der Webseite nicht kopiert wurden. Sollten also nur die Anmeldeseite, nicht aber andere Rubriken aufrufbar sein, handelt es sich wahrscheinlich um eine Phishing-Webseite.

Was mache ich, wenn ich Opfer eines Phishing-Angriffs wurde?

Solltest du trotz aller Vorsicht Opfer eines Phishingangriffs werden, ist es zunächst wichtig Ruhe zu bewahren. Bankkonten und -karten sollten gesperrt werden, wenn du deren Daten auf einer gefälschten Seite eingegeben hast.

Dein Kreditinstitut kann dir ebenfalls helfen, wenn du Opfer eines Phishing-Angriffs geworden bist und unterstützt dich dabei, die notwendigen Schritte einzuleiten. Solltest du Account-Daten eingegeben haben, musst du ohne Verzögerung die Passwörter ändern. Ein Antivirenprogramm, das den Computer nach einem solchen Angriff untersucht, ist ebenfalls unumgänglich, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Sollten Viren oder Malware gefunden werden, ändere erneut deine Passwörter, um deine Konten zu sichern. Wenn bereits Geld oder Konten entwendet wurden, hilft es, Anzeige zu erstatten und mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts gegen die Betrüger vorzugehen.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady