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Verbringt ein Kind pro Tag mehr als drei Stunden vor einem Display, wie etwa am Fernsehgerät oder Tablet, erhöht sich das Risiko, bereits in der Jugend an Typ-2-Diabetes zu erkranken, drastisch.

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Das hat eine aktuelle Studie von Ofcom und der St George’s, University of London gezeigt.

Altersdiabetes im Kinderzimmer

„Durch den immer mehr zunehmenden Bewegungsmangel und die allgemeine Über- und Fehlernährung, entwickeln Kinder eine Altersdiabetes. Der Typ-2-Diabetes-Mellitus wurde in der Vergangenheit als Altersdiabetes bezeichnet, da praktisch nur Menschen oberhalb der 50 bis 60 Jahre davon betroffen waren“,

erklärt der ernährungsmedizinische Wissenschaftler und Buchautor Sven-David Müller im Gespräch mit pressetext.

Die Studie aus Großbritannien hebt deutlich hervor, wie gefährlich die längere Nutzung von Tablets, Smartphones, Computern und Fernsehgeräten für Kleinkinder ist.

Die Forscher haben für die Erhebung der Daten zahlreiche Haushalte mit Kindern unter die Lupe genommen.

Jene Kinder, die sich mehr als drei Stunden pro Tag mit Geräten wie Tablets und Videospielkonsolen beschäftigten, zeigen alarmierende Anzeichen, in absehbarer Zeit an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Präventive Maßnahmen wichtig

Jungen und Mädchen sind gleichermaßen von den Auswirkungen betroffen. Den Experten nach steigen Typ-2-Diabetes-Fälle bei Kindern derzeit alarmierend an. Es müsse entschieden dagegen angekämpft werden.

Das funktioniere vor allem, indem die Zeit, die Kinder mit Mobil- und anderen Geräten verbringen dürfen, drastisch reduziert werde. Kinder, die in der Studie weniger als eine Stunde am Tag vor Bildschirmen saßen, schnitten nicht umsonst besser ab.

„Der wichtigste Rat an die Eltern ist, selbst auf Handy und Co zu verzichten und ein aktives Leben vorzuleben, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Eltern, die bewusst auf Displays verzichten, wenn ihre Kinder dabei sind, und ein sportlich aktives Leben vorleben, haben weniger Probleme als Couch Potatoes, die selbst vom Smartphone, Tablet oder dem Netbook nicht wegzubekommen sind“,

so Müller abschließend.

Quelle: pressetext