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Darf ich vorstellen? – Alison Hawkes. Auf Facebook wird mit Ihrem Bild, unerlaubter Weise, “Clickbaiting” betrieben UND das dulden wir nicht. Wir haben uns den Fall genauer angesehen und möchten Euch die Geschichte von Alison Hawkes erzählen.

Die Geschichte von Alison Hawkes

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Das ist Alison Hawkes, 2012 entdeckte sie einen Knoten in ihrer rechten Brust, väterlicherseits sahen sich alle Frauen ihrer Familie früher oder später mit Brustkrebs konfrontiert.

Der Arzt diagnostizierte zunächst eine Zyste und so machte sich Alison erstmal keine weiteren Sorgen. Doch als der Knoten an Masse zulegte, konsultierte sie wieder einen Arzt, um den Knoten entfernen zu lassen. Die anschließende Biopsie des Gewebes ergab dann die erschreckende Nachricht Stufe 2 Krebs.

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Dieses Bild wurde von Alison auf Facebook veröffentlicht. Erstellt wurde es von “PA Real Life”.  Sie wollte damit anderen Patientinnen Mut machen. Nun wird es aber für Clickbating missbraucht!

Alison erinnert sich:

Die Nachricht traf mich wie ein Schlag in die Magengrube. Das schlimmste war, dass ich alleine war. Ich hatte nicht mit einer solch niederschmetternden Nachricht gerechnet, also hatte ich Ian (ihren Mann, Anm. des Autors) nicht gebeten mich ins Krankenhaus zu begleiten.

Er rief mich an, um mich zu fragen wie es mir ging. Ich wollte es ihm nicht am Telefon sagen, aber er hörte an meiner Stimme, dass etwas nicht stimmte.

Sobald ich zu Hause ankam, riss er die Haustür auf und wir lagen uns weinend in den Armen. Wir haben tagelang geweint, dann wurde mir klar, dass ich mir nicht im Selbstmitleid versinken konnte, es war an der Zeit den Kampf aufzunehmen.“

Im Juni 2012, einige Wochen nach der Diagnose, wurde Alison die rechte Brust abgenommen, anschließend folgten 6 Runden Chemotherapie.

Sie erinnert sich:

„Die Chemo traf mich wie eine Tonne Ziegel. Mir ging es eigentlich gut und plötzlich wurde mir übel. Ich hatte Sodbrennen, es fühlte sich an wie eine Grippe nur 100mal schlimmer. Das war das erste Mal, dass ich mich wirklich als Krebspatientin fühlte.“

Innerhalb von zwei Wochen wurden ihre einstmals langen, dunklen Haare immer dünner, statt darauf zu warten, dass sie alle ausfielen, entschied sich Alison zur Radikalkur und schnitt sie ab.

„Meine Haare waren etwas, das ich kontrollieren konnte. Chemo und Krebs waren außerhalb meines Machtbereiches, aber ich konnte die Entscheidung treffen meine Haare abzuschneiden, bevor sie alle ausfielen. Ich habe Ian immer wieder gebeten, sie abzuschneiden, doch er lehnte ab. Wir sprachen dann ein paar Tage nicht mehr darüber, bis ich schließlich sagte, du oder ich, einer von uns schneidet sie ab. Da willigte er endlich ein.“

Ians Aussage dazu: „Das war eines der schlimmsten Dinge, meiner Frau die Haare abzuschneiden.“

Die Ärzte haben ihr gesagt, dass es, aufgrund ihrer Krebsart, niemals die totale Entwarnung geben kann. Doch nach der letzten Chemo, waren sie zuversichtlich, dass nichts zurückgeblieben sei, dennoch warnten sie Alison, basierend auf ihrer Familiengeschichte, dass sie ein hohes Risiko in sich trägt und, dass der Krebs eines Tages zurückkommen könne.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf traf Alison die mutige Entscheidung sich in einer zweiten, prophylaktischen Operation die linke Brust abnehmen zu lassen.

„Da gab es kein langes Nachdenken, ich habe nicht ein einziges Mal an den ästhetischen Aspekt gedacht. Ich dachte nur, das willst du nicht noch einmal durchmachen, nicht, wenn du es vermeiden kannst.“

Jetzt trägt sie einen Spezial-BH mit Brustprothesen, so fällt es äußerlich gar nicht auf. Aber für die Fotosession, die Ian ihr zusammen mit der Styleänderung geschenkt hat, entschied sie sich dann dafür ihr Oberteil abzunehmen und ihre Narben zu zeigen.

Sie hat einen Blog erstellt „Mastectomy Girl“ mit dem Ziel anderen Brustkrebspatientinnen zu helfen.

Ein Foto, das bei dieser Fotosession entstand hat Alison bei Facebook hochgeladen, auch um anderen Patientinnen Mut zu machen, zu zeigen, dass Narben nicht das Ende der Welt bedeuten.

Hier könnte dieser Artikel enden, ein Artikel über eine tapfere Frau.

Doch leider gibt es da Figuren im Netz die daraus gleich wieder „Profit“ für ihren verschrumpelten Egon ziehen wollen.

Vor Wut kochen Dieser Nutzer betreibt, unerlaubter Weise, mit dem Foto von Alison Hawks CLIBAITING bzw. begibt sich mit diesem auf CKLICKFANG Trauriges Smiley 

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Innerhalb von 6 Tagen ergatterte er mit dieser Methode über 930.000 Likes sowie wurde der Beitrag über 240.000 mal geteilt und über 260.000 Nutzer haben den Beitrag kommentiert
Das Foto selbst stammte von PA Real Life
Verweis auf Facebook

Wenn ich so dürfte, wie ich wollte,…

…würde ich euch jetzt auch denjenigen vorstellen, der mit dem Foto von Alison auf Clickfang gegangen ist, das aber wäre anprangern und das obliegt mir nicht.

Also legen wir lieber den Blick auf die Geschichte von Alison und weisen wieder einmal, vermutlich so erfolglos wie die vielen Male zuvor auch schon, darauf hin, dass Clickbaiting sich generell auf dem untersten Niveau abspielt, auf die Gutmütigkeit und das Mitgefühl der User abzielt und der Verfasser eines Clickbaiting Beitrages immer nur sein eigenes Ego durch 2 Minuten Ruhm und „likes“ aufpolieren will, aber vermutlich in seinem Leben sonst nichts auf die Reihe bekommt.

Quelle: http://www.mirror.co.uk