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„Mile High Club“: Facebook-Community kritisiert heimlich gefilmten Clip

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Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat mit einem auf Facebook veröffentlichten Video eine heftige Diskussion ausgelöst.

Es zeigt, wie ein junges Pärchen, offenbar nach einem gemeinsamen Schäferstündchen, nacheinander die WC-Kabine eines Virgin- Flugzeugs verlässt.

Schadenfroh betitelt die Airline die gefilmten Fluggäste als Mitglieder des „Mile High Club“.

Heimlich aufgenommen

Der sogenannte Mile High Club steht umgangssprachlich für Passagiere, die während eines Fluges miteinander Sex gehabt haben.

In dem Video ist zu sehen, wie die Tür der Bordtoilette geöffnet wird, erst eine etwas emotionslos aussehende Frau heraustritt und im Hintergrund ein amüsierter Mann über ihre Schulter blickt.

Dieser verlässt nach einem kurzen Schließen der Tür dann ebenfalls die enge WC-Kabine.

Virgin Atlantic versuchte seine Facebook-Community mit dem Teilen des Videos zu belustigen, doch die Meinungen über das Video, das zudem auch noch heimlich von einem Passagier aufgenommen wurde, gehen weit auseinander.

„Wie gruselig muss denn dieser Mann sein, der das Video auch noch zur Airline schickt, die es wiederum als eine Art Ehrenabzeichen betitelt. Das ist definitiv etwas, das Passagiere nicht sehen müssen, ganz besonders nicht bei den überteuerten Preisen“,

so ein Nutzer, der sich in den Kanon von Beschwerden einreiht.

Verletzung der Privatsphäre

Andere User sind hingegen erfreut über den kleinen Gag und feiern den frechen Marketing-Post von Virgin Atlantic.

„Die beste Airline! Die Tatsache, dass ihr das geteilt habt, ist grandios“,

lobt ein Facebook-User in den Kommentaren zu dem Video.

Trotz der vielen positiven Stimmen bezweifeln zahlreiche Nutzer, dass das gefilmte Pärchen sein Einverständnis für das Video gegeben hat.

Zudem sei nicht ganz klar, ob das Gezeigte tatsächlich das Ende eines Techtelmechtels über den Wolken gewesen ist. Es habe auch sein können, dass die Frau auf der Toilette die Hilfe ihres Mannes benötigt hat – in einem solchen Fall könne sogar eine Klage wegen Rufmordes eingereicht werden.

Virgin Atlantic verteidigt indes sein Posting:

„Wir wurden darauf aufmerksam, dass das Video im Internet zirkulierte und haben es dann in einem ebenso lockeren Ton geteilt, wie es auch bereits von anderen gemacht wurde. Wir nehmen den Schutz der Daten unserer Kunden sehr ernst und würden niemals persönliche Daten von unseren Passagieren veröffentlichen.“