mimikama

Achtung, wenn ein DHL-Paket angeblich bei einem Nachbarn liegt!

Achtung, wenn ein DHL-Paket angeblich bei einem Nachbarn liegt!

Noch immer erreichen uns etliche Anfragen zu einem DHL-Paket, das angeblich bei den Nachbarn liegen soll.

 

Nochmals zum Hinweis: DHL selbst hat nichts mit diesen Phishingversuchen zu tun. Sie wurden selbst Opfer, indem der Name DHL zu betrügerischen Zwecken missbraucht wird.

Diese Information erhalten die Nutzer per Email und sieht in etwa so aus:

Screenshot by mimikama.at

Ihr DHL Paket für liegt bei Ihrem Nachbarn

Wichtige Informationen zu Ihrem Paket
Wenn diese Nachricht nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier!

Paketankündigung
INFORMATIONEN ZU IHREM PAKET!

Guten Tag,

Ihr Paket mit der Sendungsnummer … ist angekommen. Wir haben es Ihrem Nachbarn Knabeschuh übergeben.

Sendung verfolgen

Ihre Lieferung von:

Kaufland Kroatien LOG GmbH

Doch Vorsicht! Dieses Paket gibt es gar nicht!

Auch Onlinewarnungen warnt regelmäßig vor diesen betrügerischen Emails im Namen der DHL.

Die gefälschte Email enthält einen Link, der zu einer Phishing-Webseite führt. Diese präsentiert sich im Corporate Design der DHL. Gibt man hier nun seine Login-Daten ein, landen diese direkt bei den Kriminellen.

Den Link in der Email also nicht anklicken!

Ältere Versionen des Betrugsversuchs enthielten eine Datei im Anhang. Klickt man auf diesen Anhang wird auf dem eigenen PC oder im Webmail-Postfach eine Webseite geladen, die ebenfalls eine gefälschte Login-Seite im DHL-Mantel beinhaltet:

Quelle: Onlinewarnungen (Screenshot/webmail.all-inkl.com)

Ich bin auf Phishing hereingefallen – Was kann ich tun?

Als ersten Schritt sollte man sich so schnell wie möglich auf der echten DHL-Webseite/DHL-Express-Webseite einloggen und das Passwort ändern.

Dies sollte auf für alle anderen Onlinekonten vorgenommen werden, vor allem, wenn man die gleiche Email-Passwort-Kombination nutzt.

Mimikama-Tipps:

Tappt man in eine solche Phishing-Falle, helfen folgende Maßnahmen: Eine Sicherheitssoftware kann präventiv helfen! Bei aller Vorsicht kann es dann und wann natürlich trotzdem vorkommen, dass man Opfer einer Phishing-Attacke wurde und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgegeben hat. Wichtig ist, dass man nicht in Panik gerät und unverzüglich handelt!

Damit Du im Fall der Fälle tatsächlich weißt, wie vorzugehen ist, folge hier einfach unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar, die genau für solche und ähnliche Fälle existiert. Schildere Deinen Fall und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.
  2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Ist dies noch möglich, gehe umgehend zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.
  3. Kontrolliere umgehend, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte dies der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.
  4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.
  5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.
  6. Eine 2 Faktor Authentifizierung (sofern angeboten) verhindert Zugriffe auch dann, wenn Betrüger durch Phishing an die Zugangsdaten gelangt sind.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Gelder, beispielsweise beim Onlinebanking, durch Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.