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Ein PRIVATER FAHNDUNGSAUFRUF auf Facebook versetzt die Community in Aufruhr.

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Knapp 8.000mal wurde bereits jener Status geteilt und provoziert wüste Beschimpfungen in den Kommentaren:

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Der Statusbeitrag im Wortlaut:

„Achtung vor diesem Mann er heißt enrico *** .er macht sich an Frauen die schwanger sind und kleine Kinder haben ran. Er ist vorbestraft wegen sexuelle Belästigung an seinen Bruder. Seine anderen Accounts sind enrico ***, Egon ***, Hans ***, Daniel  ***, leif *** ricardo *** Achtung das ist ein und der selbe . BITTE WEITER TEILEN . Damit ihm das Handwerk hier in Facebook gelegt wird .Danke“

Gleich zu Beginn:

Bei dem auf Facebook veröffentlichten Statusbeitrag handelt es sich um einen PRIVATEN FAHNDUNGSAUFRUF!

Dieser kann sowohl für den Ersteller als auch für sämtliche Leute, die den Beitrag teilen, strafbar sein!

Siehe „Private Fahndungsaufrufe auf Facebook. Warum diese strafbar sein können!“ sowie den Artikel der Rechtsanwälte von GGR „Private Fahndungsaufrufe bei Facebook und im Internet“.

Der Hintergrund:

Ursprünglich war für den 8. November 2014 eine Demo „Gegen Kinderschänder und Frauen Gewalt“ in Prenzlau geplant, welche von Herrn Pridöhl augenscheinlich geplant und angemeldet wurde.

Kurz darauf wurde behauptet, dass jener Herr diese Demo zu einer NPD-Veranstaltung umfunktionieren wolle, woraufhin sich ziemlicher Protest regte und die Veranstaltung abgesagt wurde.

Seitdem wird von einer Person, welche augenscheinlich zur „Antifa“-Bewegung gehört, jene Behauptungen in diversen Statusbeiträgen aufgestellt und verbreitet.

Auch wenn die Polizeiinspektion Uckermark bestreitet, dass Herr Pridöhl „rechtslastig“ sei, so räumte Jener dies zwar gegenüber der Prenzlauer Zeitung angeblich ein, betonte aber, dass dies nichts mit der geplanten Demo zu tun habe.

Wir können weder bestätigen noch dementieren, dass das Foto in dem Beitrag Herrn Pridöhl zeigt oder die Behauptungen in dem Beitrag wahr sind. Auch auf die politische Einstellung der Beteiligten können und wollen wir nicht näher eingehen.

Jedoch kann es gefährlich sein, unbewiesene Behauptungen gegen eine Person öffentlich auf Facebook zu behaupten und zu verbreiten.

Selbst wenn sich diese Behauptungen als wahr erweisen sollten, so handelt es sich trotzdem immer noch um einen privaten strafrechtlich relevanten Fahndungsaufruf.

Wir bitten unsere Leser deshalb, solche Statusbeiträge, wie jene im Screenshot zu sehen sind, nicht weiter zu teilen.

Zuerst denken, dann teilen!

Autor: Ralf, mimikama.at

Qellen:

http://www.inforiot.de/nazis-wollen-in-prenzlau-demonstrieren-gegen-kinderschaender-und-frauengewalt/
http://gegenrede.info/news/2014/lesen.php?datei=141101_01
http://www.inforiot.de/prenzlau-neonazis-sagen-demonstration-ab/
http://igstoppmissbrauch.wordpress.com/2014/12/12/angebliche-drohungen-des-enrico-pridohl/