Abzocke mit Gold in Corona-Zeiten

Abzocke mit Gold in Corona-Zeiten

Von | 6. April 2020, 10:46

Verbraucherzentrale warnt vor Fake-Shops: Nicht zahlen und keine persönlichen Daten preisgeben

Abzocke mit Gold in Corona-Zeiten – Das Wichtigste zu Beginn:

Die Verbraucherzentrale warnt vor Gold-Käufen im Internet. Dahinter stecken oft Fake-Shops. Man sollte bei fragwürdigen Anbietern kein Geld überweisen oder persönliche Daten übermitteln.

Gold-Käufe im Internet

Betrüger versuchen, von der Corona-Krise zu profitieren und verkaufen online Gold, das es gar nicht gibt. Auf die Fake-Seiten gelangen Verbraucher über Anzeigen in Suchmaschinen.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt: Vorsicht bei Gold-Käufen im Internet!

Der Verbraucherzentrale werden immer wieder neue Fake-Seiten bekannt, auf denen Verbraucher angeblich Gold kaufen können: goldscheideanstalt-mhz.de, goldscheideanstalt-dhd.de sowie goldscheideanstalt-mhd.de.

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Fake-Shops

Die Internetadressen der Fake-Shops wechseln ständig. Um Menschen auf diese betrügerischen Seiten zu locken, werden Anzeigen bei Suchmaschinen geschaltet.

„Wir rufen Verbraucher auf, Anbieter genau zu prüfen, bevor sie vermeintlich Gold online kaufen und ihr Geld nie wiedersehen“, so Erk Schaarschmidt, Finanzexperte bei der VZB.

Die fraglichen Fake-Shop-Seiten werben zum Beispiel mit einem hohen Neukundenrabatt von mal 300, mal 400 Euro. Im Impressum verweisen sie auf einen real existierenden Gold-Shop.

Ein geschickter Zug: „Die Fake-Shops sind deshalb nicht so leicht zu erkennen“, sagt Schaarschmidt.

Überprüfen der Seiten

Stutzig machen sollten der hohe Neukundenrabatt, fehlende Telefonnummern, keine oder negative Bewertungen im Internet sowie Zahlungsverlangen per Vorkasse auf meist ausländische Konten.
Auch die verschiedenen Bilder echter Gütesiegel auf den Fake-Shop-Seiten führen nicht zu deren Anbietern.

„Durch einen Klick auf das Gütesiegel können Sie prüfen, ob es mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist. Ohne entsprechenden Link handelt es sich zumeist um eine Fälschung“, so Schaarschmidt.

Gibt es ein Impressum, sollten Verbraucher die dortigen Angaben überprüfen, beispielsweise durch Anrufe bei den realen Unternehmen, um nicht auf Identitätsfälschungen herein zu fallen.

Nach der Bestellung auf den Fake-Shop-Seiten erhalten Verbraucher eine E-Mail, in der sie neben der Überweisung oft aufgefordert werden, den Abzockern Kopien ihres Personalausweises oder Führerscheins zuzuschicken, um die Identität festzustellen.

Schaarschmidt dazu: „Überweisen Sie weder Geld, noch senden Sie weitere persönliche Daten zu. Diese können für weitere betrügerische Aktivitäten missbraucht werden.“

Beratung für Verbraucher

Die Verbraucherzentrale geht aktuell Beschwerden von Verbrauchern in der Corona-Zeit nach. Wenn Sie fragwürdige Geschäfte beobachten, die die aktuelle Situation nutzen, um daraus Profit zu schlagen, melden Sie das über unsere Beschwerde-Box.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat ihr telefonisches Angebot ausgeweitet. Telefonische Beratungstermine können am landesweiten Servicetelefon unter 0331 / 98 22 999 5 (montags bis freitags 9 – 18 Uhr) oder online vereinbart werden: Hier geht es zur Online-Terminvereinbarung.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg
Artikelbild: Shutterstock / Von Oleksiy Mark
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