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Akku braucht ein Update? Batteriefehler? Speicherplatz voll? Oder ist gar “Ihre Andriod in ernster Gefahr”? Wenn eine solcher Meldungen sich über den Bildschirm des Smartphones ausbreitet, steckt da meist nichts Gutes hinter.

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Denn wenn man wirklich genau hinschaut, dann erkennt man, dass die Meldung gar nicht vom System selbst kommt, sondern ein Browser-Popup ist.

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Diese Art der Warnmeldung gibt es in vielen verschiedenen Varianten, sie haben jedoch alle gemeinsame Merkmale:

– angebliches Systemproblem
– geben sich als Systemmitteilung aus
– verlangen die Installation einer App, um das Problem zu beheben
– sind in Wirklichkeit Browserfenster
– können in Abos enden

Junger Trend

Die Art und Weise dieser Warnungen ist noch nicht lange im Umlauf, populär geworden sind sie jedoch durch die Warnung “Dein WhatsApp ist bald abgelaufen”. Auch hier wurde einfach ein Popup geladen, welches mit WhatsApp gar nichts zu tun hatte. Teilweise daher auch bei Nutzern, die WhatsApp gar nicht installiert haben.

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Was bei der WhatsApp-Falle hinter steckte, und auch vermutlich hier der Fall ist, ist ein Abonnement für einen alternativen Playstore. Im Falle von der WhatsApp-Warnung wurde hier auch direkt kräftig zugelangt: 4,99 €/Woche wurden den Nutzern auf der Mobilfunkrechnung abgebucht. Sprich: da sind 25 € im Monat einfach mal weg.

Rechnung per Klick

Abgebucht wird über sogenanntes WAP-Billing. Das bedeutet, das aufgrund des Klicks auf einen Button, welcher mit einem entsprechenden Script untermalt ist, die Rufnummerndaten des Smartphoneinhabers übersendet werden. Anhand dieser Nummer dürfen nun autorisierte Firmen Abrechnungsbeträge von den Mobilfunkbetreibern über die monatlichen Rechnungen einfordern.

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Unterschiedliche Quellen

Im Gegensatz zu dem Popup “Dein WhatsApp ist bald abgelaufen”, wo man sehr genau die Firmen im Hintergrund identifizieren konnte, steigen bei diesem Trend nun mehrere Anbieter ins Boot, so dass man nur pauschal die Machart und die Auswirkungen beschreiben kann.

Fakt ist: man sollte die angegebene Lösung ablehnen! Da die Warnmeldung eh schwer erlogen ist, gibt es auch keinen Grund um hier aktiv zu werden. Erst recht nicht mit Hilfe einer App.

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Keine der Schritte ausführen – schlichtweg die Warnungen ignorieren!

Popups schließen, Ursache suchen

Es handelt sich hier, im engeren Sinn gesehen, nicht um einen Virus. Hier werden lediglich Browserfenster geöffnet, welche den Nutzer in eine Falle locken sollen. Die Frage, was genau diese Fenster generiert, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich werden sie als Werbeeinblendungen in eine App integriert sein, so dass diese Popups in regelmäßigen Abstanden erscheinen.

Unser Tipp daher:
Schaut die installierten Apps an und betrachtet jede einzelne kritisch auf deren Notwendigkeit. Man sollte sich niemals eine App installieren, wenn man sie nicht braucht. Das Kriterium “weil sie etwas kann” darf kein Installationskriterium sein. Daher einfach alle Apps löschen, die man nicht mehr benötigt. Auch Apps, die unnötig Werbung generieren, sollte man nur bedingt installiert haben.

Um die Popups zu schließen, ohne auf ein Button klicken zu müssen, nutzt man am Besten die Steuerelemente des Browsers.

Rechts neben der Adresszeile befindet sich in fast allen gängigen Browsern eine kleine Zahl. Diese Zahl gibt an, wie viele Browsertabs insgesamt geöffnet sind. Sehr interessant zu sehen, denn manchmal laufen im Hintergrund 6, 7 oder mehr Fenster, und so mancher wundert sich, warum “sein Internet” so langsam ist.

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Klickt man nun auf diese Zahl (in unserem Fall die 2), werden alle geöffneten Seiten angezeigt. So wie auch das Popup. Hier hat man jetzt die Möglichkeit, mit einem Klick auf das (-), in anderen Browsern aber auch gerne  X, die einzelnen Seiten auch zu schließen.

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Was sonst zu beachten ist

Die Mobilfunkabrechnung beachten! Werden dort Positionen abgebucht, die man nicht einordnen kann? Wenn ja, dann unbedingt mit Mobilfunkbetreiber in Kontakt treten.

Vorsorglich sollte man auch in Betracht ziehen, generell eine Drittanbietersperre auf die eigene Rufnummer einrichten zu lassen, dann ist die Methode des WAP-Billings ausgeschlossen.

Autor: Andre, mimikama.at